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Urteil : Konto mit kostenpflichtiger EC-Karte ist nicht kostenlos

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Kostet sie, ist sie nicht kostenlos. Bild: dpa

Auch wenn nur die Karte zum Konto eine Kleinigkeit kostet - das Konto ist dann nicht mehr kostenlos. Das befand dieser Tage das Landgericht Düsseldorf.

          Benötigen Bankkunden zu ihrem Girokonto eine EC-Karte für zehn Euro, darf das Konto nicht mehr als kostenlos beworben werden. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf am vergangenen Freitag, wie die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg am Dienstag mitteilte. (Az. 38 O 68/16)

          Konkret geht es um eine Sparda-Bank in Nordrhein-Westfalen. Wie bei dieser Bankengruppe üblich warb sie für ihr kostenloses Girokonto. Seit April 2016 müssen Kunden allerdings für ihre EC-Karte zehn Euro bezahlen. Mit der Karte können Kontoauszüge gedruckt und am Automaten Geld abgehoben werden.

          Die Wettbewerbszentrale hält dies für irreführend. Der Betrag von zehn Euro sei zwar „überschaubar“, das Konto dennoch aber nicht mehr kostenlos. Die Sparda-Bank verteidigte sich mit dem Argument, Auszahlungen am Automaten seien auch mit einer kostenlosen „White Card“ möglich.

          Nach Angaben der Wettbewerbszentrale folgte dem das Landgericht nicht. Unter einem „kostenlosen Girokonto“ verstünden Verbraucher ein Konto, bei dem auch die Girokarte kostenlos sei.

          Damit habe das Gericht „dem Versuch, Kosten zu verstecken oder durch die Hintertür einzuführen, eine klare Absage erteilt“, erklärte die Wettbewerbszentrale. Sie ist eine Selbstkontrollinstitution von Unternehmen, Kammern und Verbänden der Wirtschaft. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, die schriftliche Begründung liegt noch nicht vor.

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