https://www.faz.net/-hs7-7rg3k

Werbeaktion : Die Wetter-Wette ist kein Glücksspiel

  • Aktualisiert am

Es regnet, die Möbel werden billiger Bild: dpa

Ein Möbelhaus wollte mit Rückerstattung des Kaufpreises bei Regenwetter werben. Unerlaubtes Glücksspiel? Mitnichten, meint das Bundesverwaltungsgericht.

          1 Min.

          Eine Werbeaktion mit einer „Wette aufs Wetter“ ist noch kein öffentliches Glücksspiel. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil, dass die von einem Möbelhaus geplante Werbeaktion unter dem Motto „Sie bekommen den Kaufpreis zurück, wenn es am ... regnet“ kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielstaatsvertrages ist. (Az. BVerwG 8 C 7.13)

          Bei der beabsichtigten Aktion soll den Angaben zufolge jeder Kunde, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums für mindestens 100 Euro einkauft, den Kaufpreis zurückbekommen, wenn an einem Stichtag zwischen 12 und 13 Uhr am Flughafen Stuttgart mindestens eine Niederschlagsmenge von drei Litern pro Quadratmeter fällt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe habe diese Werbeaktion beanstandet, weil es sich um ein erlaubnispflichtiges Glücksspiel handele.

          Das Bundesverwaltungsgericht wies dies nun zurück. Hier zahlten die Kunden nicht für den Erwerb einer Gewinnchance, sondern es handele sich um den Kaufpreis für die zu erwerbende Ware, erklärte das Gericht. Die Kunden wollten Möbel zu einem „marktgerechten Preis“ erwerben und könnten auch Preisvergleiche bei der Konkurrenz vornehmen. „Unabhängig von der Gewinnaktion können die Kunden ohne Verlustrisiko die gekaufte Ware behalten“, erklärte das Gericht. Die Preise würden während des Aktionszeitraums auch nicht erhöht, so dass von den Kunden auch „kein verdecktes Entgelt für den Erwerb einer Gewinnchance verlangt wird“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Impfgegner demonstrieren in Athen

          Impfdruck in Griechenland : Mit Zuckerbrot und Spritze

          Auch Griechenland führt wie Frankreich und Italien eine partielle Impfpflicht ein. Fast ein Drittel der Griechen will sich nicht impfen lassen, Anreize haben nicht gewirkt.
          Im Fokus: Die Machenschaften der chinesischen Hacker.

          Mysteriöse Website : Wer jagt Chinas Hacker?

          Auf einer Website werden chinesische Hacker enttarnt. Das Material wird sogar vor Gericht verwendet - in den Vereinigten Staaten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.