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Trotz Strafzinsen : Die Deutschen wollen keine Aktien

Anleger in Deutschland halten an klassischen Sparprodukten fest. Bild: Picture-Alliance

Auf Tagesgeldkonten drohen Strafzinsen. Was machen die deutschen Sparer jetzt? Eine Umfrage zeigt: Die Hälfte will das Geld nicht in Aktien stecken. Die Deutschen bevorzugen anderes.

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          Drei von vier Deutschen stecken ihre Ersparnisse trotz niedriger Zinsen am liebsten in sichere Geldanlagen wie Sparbuch, Festgeld und Tagesgeld. Vor Aktien und Fonds scheuen die Anleger hierzulande hingegen weiter zurück. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag von Goldman Sachs Asset Management durchgeführt hat.

          Anne-Christin Sievers
          Redakteurin im Ressort „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Fast jeder Zweite will bei einem möglichen Anlagevolumen von 100.000 Euro keinen Cent in Aktien anlegen. Sogar deutlich mehr als die Hälfte (63 Prozent) der Befragten würde nichts in Fonds investieren. Nur etwa jeder Dritte besitzt im Moment Aktien- oder Fondsanteile. Dabei geht jeder vierte Befragte davon aus, dass die Zinsen in den kommenden zwölf Monaten weiter sinken werden. Nur rund 14 Prozent erwarten in diesem Zeitraum steigende Zinsen.

          Der Grund für die Scheu vor riskanteren Anlageprodukten ist laut der Studie das Sicherheitsbedürfnis der deutschen Anleger. Etwa 63 Prozent geben an, dass Sicherheit für sie das wichtigste Kriterium in der Geldanlage ist. Jederzeit an die Ersparnisse heranzukommen, hält jeder Vierte für essentiell. Hingegen finden nur rund 9 Prozent eine hohe Rendite wichtig.

          Interessant ist, dass die Deutschen vor allem die Inflation als größtes Risiko für die eigene Gelanlage sehen (rund 35 Prozent). Dabei ist die momentan auf einem historisch niedrigen Niveau von 0,8 Prozent. Zum Vergleich: Im Dezember 2013 lag die Inflationsrate noch bei 1,4 Prozent. Und im Jahr 2007 lag sie noch bei 2,25 Prozent. Außerdem fürchten sich die Menschen hierzulande vor wirtschaftlichen (rund 26 Prozent) und politischen Risiken (etwa 16 Prozent). Die Angst vor Staatsverschuldung (11 Prozent) und Deflation (8 Prozent) spielt im Vergleich eine geringere Rolle.

          Für die Umfrage wurden 1019 Personen in Deutschland über 16 Jahren per Telefon befragt, die sich nach eigener Einschätzung gut mit verschiedenen Geldanlageformen auskennen.

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