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„Finanztest“ : Scheu vor Online-Tagesgeldkonten ist unbegründet

  • Aktualisiert am

Bild: dapd

Die Scheu vieler Verbraucher vor Tagesgeldkonten bei Direktbanken ist laut „Finanztest“ unbegründet. 13 Institute schneiden mit „gut“ oder „sehr gut“ ab, nur vier Banken weisen erhebliche Mängel auf.

          Viele Direktbanken bieten ihren Kunden Tagesgeldkonten zu komfortablen Bedingungen an. Von 22 untersuchten Angeboten in- und ausländischer Institute seien 13 mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet worden, fünf mit „befriedigend“ und nur vier mit „ausreichend“, berichtete die Zeitschrift „Finanztest“ in ihrer August-Ausgabe.

          Die Scheu vieler Verbraucher vor den Banken ohne Filialnetz sei unbegründet. An der Sicherheit etwa von Online-Überweisungen sei kaum etwas auszusetzen gewesen. Auch die Konto-Eröffnung habe oft recht schnell geklappt, hier sei aber „noch Luft nach oben“. Testsieger war in dem Vergleich das „Extra-Konto“ der ING-Diba, das als einziges mit „sehr gut“ bewertet wurde. Das Konto wurde in den untersuchten Bereichen Konto-Eröffnung, Haftung und Sicherheit jeweils mit „sehr gut“ eingestuft, bei der Kontoführung mit „gut“. Bei den Zinsen lag es allerdings nur im Mittelfeld.

          Kritisch äußerten sich die Tester zu den untersuchten Angeboten der Advanzia Bank, Amsterdam Trade Bank, Denizbank und Garantibank. Bei allen vier Instituten seien „erhebliche Mängel in den Haftungsregeln“ entdeckt worden. Zum Teil könnten Kunden nach einem Betrugsfall ihre Rechte nur im Ausland einklagen, zum Teil wollten die Banken das Risiko für Missbrauch ganz auf die Kunden abwälzen, obwohl dem gesetzliche Regeln entgegen stünden. Die vier untersuchten Kontoangebote der Banken wurden mit „ausreichend“ bewertet.

          Die Zeitschrift wies darauf hin, dass Einlagen bei Banken in der EU bis mindestens 100.000 Euro für den Fall der Pleite geschützt sind. Wer viel Geld zu verteilen habe und Vorsicht walten lassen wolle, solle nicht mehr als diese Summe bei einer einzelnen Bank anlegen.

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