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Geldanlage : Männer haben offenbar doch das bessere Gespür

Sind Frauen die besseren Anleger oder Männer? Verschiedene Studien kommen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen. Bild: dpa

Laut einer Bankenstudie sind Männer als Anleger erfolgreicher. Demnach erzielten sie in den vergangenen zwei Jahren eine höhere Rendite als Frauen. Doch was ist das Geheimnis ihres Anlageerfolgs?

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          Es ist eine vieldiskutierte Frage: Sind Männer die besseren Anleger oder Frauen? Man hat sich schon fast daran gewöhnt, dass in den meisten Studien das weibliche Geschlecht vorne liegt, gelten Frauen doch als besonnener, steter und auch risikoscheuer als ihre männlichen Pendants. Die Auswertung einer halben Million Privatanlegerdepots durch die DAB Bank kommt nun allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis. Demnach erzielten Männer in den beiden Jahren 2013 und 2014 eine höhere Rendite als Frauen. Zum Anlageerfolg führten dabei der Direktbank zufolge höhere Risikobereitschaft und häufigeres Handeln.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          In beiden Jahren hätten Männer auf der Jagd nach Rendite das bessere Gespür bewiesen, heißt es vom Onlinebroker. Sie hätten in steigenden wie auch in volatilen Märkten erfolgreicher investiert. Bei der letzten Analyse im Jahr 2012 hatten beide Geschlechter noch gleichauf gelegen. Im Detail haben demnach sowohl Männer als auch Frauen im steigenden Marktumfeld 2013 zweistellige Renditen erwirtschaftet. Männliche Anleger hätten dabei im Durchschnitt einen Wertzuwachs von 15,5 Prozent erzielt, weibliche von 13,3 Prozent. Im volatilen Marktumfeld des Jahres 2014 hätten Männer ihre Position behauptet. Mit 4,5 Prozent lagen sie laut der Studie vor den Frauen (3,4 Prozent). Letztere konnten ihren Abstand aber verringern.

          Der Blick in das Depot offenbart die Unterschiede. Der Anteil der Einzelaktien am Depotvolumen der Männer betrug den Angaben der DAB Bank zufolge Ende 2014 rund 54,4 Prozent und bei Frauen 50,8 Prozent. Das weibliche Geschlecht vertraute dagegen etwas stärker auf Investmentfonds. Hier vergleichen sich 37,2 mit 33,1 Prozent. Gleichauf liegen beide bei Anleihen mit einem Anteil von jeweils 7,9 Prozent. Von der erhöhten Risikobereitschaft der Männer zeuge der Anteil der spekulativen Optionsscheine, heißt es von der Bank. Sie hätten in beiden Jahren mit 0,8 Prozent der Depotsumme doppelt so stark in diese Derivate investiert wie Frauen. Männer handelten auch deutlich häufiger als Frauen. Im volatilen Jahr 2014 kamen männliche Anleger im Durchschnitt auf 8,5 Käufe oder Verkäufe und Frauen auf 4 Transaktionen.

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