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Kryptowährungen : Hunde im Höhenflug

Dogecoin: Erst Spaßwährung, jetzt interessant für Anleger? Bild: Reuters

Die Preise von Spaßwährungen wie Dogecoin steigen rasant – auch Promis wollen daran teilhaben. Lohnt es sich einzusteigen?

          3 Min.

          Mit zusammengekniffenen Augen, fast schon angriffslustig zeigt sich der Hund der japanischen Rasse Shiba Inu auf der digitalen Münze der gleichnamigen Kryptowährung. Was an wertloses Spielgeld erinnern mag, ist am Markt derzeit rund 25 Milliarden Euro wert. Um 210 Prozent ist Shiba Inu im Oktober innerhalb weniger Tage gestiegen, der Konkurrent Dogecoin um 4800 Prozent seit Anfang des Jahres. Als selbst ernannter „Dogekiller“ liefert sich Shiba Inu mit Dogecoin ein Duell um einen der vorderen Plätze in der Hitliste der Kryptowährungen. Munter hüpfen beide Währungen von einem Hoch zum nächsten. Die Anleger jubeln.

          Sarah Huemer
          Redakteurin im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Ein Shiba Inu als Maskottchen für eine Kryptowährung klingt erst mal nach einem Scherz. Das sollte es ursprünglich eigentlich auch sein. Im Jahr 2013 gründeten die Softwareentwickler Billy Markus und Jackson Palmer die erste Währung mit Hundelogo, den Dogecoin. Es sollte eine Parodie auf den Bitcoin und den damals beginnenden Kryptotrend sein. Anders als der Bitcoin war sie nicht dafür gedacht, als dezentrale Währung das Geldsystem zu revolutionieren. Inspiriert von einem Spaßbild im Internet, einem Meme, wurde der Shiba Inu das Symbol des Dogecoin. Einige Jahre darauf, im August 2020, folgte die Währung Shiba Inu, ebenfalls mit Hundelogo.

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