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Bargeld zu Hause : Wenn Sparen zum Horten wird

Ab unter die Matratze! Wenn’s sein muss.. Bild: dpa

Jeder fünfte Deutsche verwahrt Geld zu Hause. Manchmal sind es fünfstellige Beträge. Vernünftig ist das nicht unbedingt.

          Etwas Bargeld hat fast jeder zu Hause, und sei es nur das aus dem Portemonnaie regelmäßig gesammelte Kleingeld im Sparschwein. Ein solcher Vorrat kann recht sinnvoll sein. Zwar haben sich Zahlungen mit der Giro- oder Kreditkarte hierzulande fest etabliert, doch nicht überall werden Karten akzeptiert, und nicht immer funktioniert die Technik.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Gleichwohl unterscheidet sich die Menge des Bargelds in den eigenen vier Wänden zum Teil deutlich. So mancher hebt fast sein ganzes Vermögen in seinem eigenen Tresor, im Mauerwerk der Badewanne oder unter den Kartoffeln im Keller auf – und nicht immer ist Misstrauen zu den Banken der Grund. Nach einer repräsentativen Umfrage der Postbank verwahren im Durchschnitt 7 Prozent der Bundesbürger mindestens 1000 Euro in den eigenen vier Wänden – davon 2 Prozent sogar 10.000 Euro und mehr. Fünfstellige Beträge finde man besonders in Haushalten in Ostdeutschland.

          Besonders die Jungen

          Fast jeder zehnte Befragte zwischen 16 und 29 Jahren habe 1000 Euro und mehr zu Hause, heißt es von der Postbank. Dies sei die Spitze unter allen Altersklassen. Gerade junge Sparer höben überdurchschnittlich häufig ihr Geld im Sparschwein auf oder parkten es auf dem Girokonto.

          Die Fachleute der Postbank verweisen auf den Nachholbedarf dieser Generation an Informationen zum Umgang mit Geld. Wer Geld zu Hause verwahre, verzichte nicht nur auf Kapitalerträge, sondern gehe ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko ein, warnen sie. Werde Bargeld gestohlen, durch einen Brand oder eine Überschwemmung vernichtet, dann ersetze die Hausratversicherung den Schaden nur bis zu einem vertraglich vereinbarten Prozentsatz. Zudem gebe es eine Obergrenze, die in der Regel rund 1500 Euro betrage.

          Wie sieht es insgesamt aus? Laut der Umfrage spart im Durchschnitt jeder fünfte Deutsche Geld zu Hause. Die Mehrheit beschränke sich auf eine vernünftige Menge, sagen die Fachleute. So verwahre dort gut die Hälfte der Befragten weniger als 300 Euro. Für 17 Prozent wären es 300 bis 1000 Euro. Viele haben aber nicht nur Euroscheine zu Hause gebunkert, sondern auch alte DM-Banknoten. Nach Daten der Deutschen Bundesbank sind immer noch gut 12,6 Milliarden D-Mark im Umlauf – 16 Jahre nach Einführung des Eurobargeldes.

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