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Indien, China und andere Schwellenländer : Hoch gelobt, tief gefallen

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MSCI EM Bild: F.A.Z.

Bei Ländern wie Indien, Indonesien und Thailand sind die meisten Analysten skeptisch für die nächsten Monate und raten von der Region ab. Langfristig könnten die Schwellenländer aber wieder attraktiv werden.

          Lange waren Aktien aus den Schwellenländern eine Erfolgsgeschichte. Doch seit 2011 hinken sie anderen Börsen hinterher. Das Wachstum der Wirtschaft war zwar hoch, aber die Erwartungen waren noch höher. Jetzt trübt sich auch die Konjunktur ein. In China ist das von der Regierung so gewollt, um die Inflation und den Hausmarkt im Zaum zu halten und das Finanzsystem zu sanieren. Denn es mehrten sich die Sorgen vor einem Kollaps der Banken.

          Südostasien hingegen ist in den vergangenen Wochen von einer heftigen Währungskrise getroffen. Wegen der Zinswende in Amerika ziehen internationale Anleger große Summen an Kapital aus den Schwellenländern ab. Die Währungen vor allem von Ländern mit hohen Leistungsbilanzdefiziten verlieren drastisch an Wert. Indien und Indonesien ragen dabei besonders stark negativ heraus. Indien führte sogar Kapitalverkehrskontrollen ein, es droht eine Herabstufung durch die Ratingagenturen. Jetzt rächt sich, dass Indien in den vergangenen Jahren Reformen verschleppt, die Infrastruktur nicht verbessert und die Korruption nicht bekämpft hat. Auch Malaysia, Thailand und die Philippinen sind stark betroffen.

          Die weniger stark wachsende Wirtschaft trifft wiederum andere Schwellenländer wie Brasilien und Russland, deren Rohstoffe weniger gefragt sind.

          Die meisten Analysten sind skeptisch für die nächsten Monate und raten von der Region ab. Langfristig werden die Schwellenländer aber wieder attraktiv werden. Wenn die Märkte die Zinswende akzeptiert haben, bestehen Chancen auf Kapitalrückflüsse in die Schwellenländer. Wenn das beginnt, könnte sich für Anleger eine gute Einstiegsmöglichkeit ergeben.

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