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Neue Gebühren : Wenn man immer öfter fürs Geldabheben zahlen muss

Mindestbetrag oder hohe Gebühren: für Bank-Kunden wird Geldabheben immer teurer Bild: Reuters

Mit immer neuen Gebühren werden Bankkunden belastet. Doch was treibt die Geldhäuser zu Bargeldgebühren – der Wunsch nach mehr Digitalisierung oder schlicht nach Einnahmen?

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          Keine Ruhe bei den Bankgebühren: Schon zum dritten Mal innerhalb von zwölf Monaten informiert die Sparda-Bank Berlin ihre Kunden über neue Gebühren. Erst hatte die mitgliederstärkste deutsche Genossenschaftsbank ein Verwahrentgelt für große Einlagen eingeführt, dann als erste Sparda-Bank überhaupt Kontoführungsgebühren fürs Girokonto. Jetzt kündigte die Bank an, mit der Modernisierung der Banktechnik sollten die Bankgeschäfte für die Kunden „noch komfortabler“ werden. Aber vorher informiert sie erst noch über alle möglichen neuen Gebühren.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          So gibt es Kontoauszüge für die Kreditkarte nicht mehr am Auszugsdrucker, sondern nur noch online oder per Post – in letzterem Fall aber nur gegen Entgelt. Die Zahl der kostenlosen Auszüge fürs Girokonto war schon im vergangenen Jahr auf zwei im Monat begrenzt worden. Wenn man sich per SMS über den Kontostand informieren lässt, wird künftig jedes Mal ein Entgelt von 19 Cent fällig, statt einmal im Monat eine Pauschale von 1,50 Euro: Wer das also mehr als siebenmal im Monat nutzt, für den wird es teurer. Dafür sollen Daueraufträge nichts mehr kosten. Auch ihre Entgelte für Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte, über die vor Gericht mit der Verbraucherzentrale gestritten wurde, bekräftigte die Sparda-Bank: Für jedes Abheben zahlen Kunden zwei Prozent des Umsatzes, mindestens aber fünf Euro – und gegebenenfalls komme noch ein zusätzliches Entgelt des Automatenbetreibers hinzu. Als Alternative zumindest im Inland verweist die Bank auf die Bankcard, mit der Geldabheben nichts kostet.

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