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Geldanlage : Goldbarren sind wieder gefragt

Goldbarren: Eine sichere Geldanlage? Bild: AFP

Die Nachfrage nach physischem Gold zur Geldanlage steigt wieder. In anderen Bereichen ist die Nachfrage nach Gold in aller Welt eingebrochen. Ist 2020 ein gutes oder schlechtes Jahr für das Edelmetall?

          3 Min.

          Die Sorgen rund um die Corona-Pandemie nehmen wieder zu – und das macht sich auch in der Nachfrage nach Gold zur Geldanlage bemerkbar. Wie Louise Street von der Branchenorganisation „World Gold Council“ im Gespräch mit der F.A.Z. berichtet, betrug die Nachfrage nach Barren und Münzen in aller Welt im dritten Quartal 222,1 Tonnen, nach 154,3 Tonnen im Vorquartal. Der Anstieg wurde allerdings konterkariert durch eine schwächere Nachfrage nach Gold in anderen Bereichen, so dass die globale Goldnachfrage insgesamt im dritten Quartal so schwach ausfiel wie seit elf Jahren nicht mehr.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Deutschland ist dabei offenbar noch mal ein ganz spezieller Fall, wie Street weiter ausführte. Hierzulande ist die Nachfrage nach physischem Gold weiterhin außergewöhnlich. Rund 120 Tonnen Gold seien in den ersten neun Monaten in Deutschland gekauft worden. Das schlägt alles, was in anderen Ländern zu beobachten war, und zwar je Kopf genauso wie in absoluten Zahlen. Selbst in den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika zusammengenommen wurde nicht so viel Gold gekauft. Analystin Street erklärte das unter anderem mit der deutschen Geschichte – und der besonderen Angst vor Inflation.

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