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Geldanlage : Viele Deutsche haben Angst vor der Börse

Das Auf und Ab der Aktienkurse: Kurstafel des Dax in Frankfurt Bild: dpa

Im internationalen Vergleich schneiden deutsche Anleger oft schlecht ab: Doch warum mögen nur so wenige Bundesbürger Aktien?

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          Im internationalen Vergleich schneiden deutsche Anleger oft schlecht ab: Doch warum mögen nur so wenige Bundesbürger Aktien? Verantwortlich hierfür ist eine Kombination aus Risikoaversion und überschätztem Risiko, das vor allem aus einem Mangel an Informationen entsteht. Dies haben Wissenschaftler der Frankfurt School und der Goethe-Universität in einer Analyse im Auftrag der Deutschen Börse festgestellt, die auf einer repräsentativen Internetumfrage basiert.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          So habe die Aktienquote im Jahr 2018 hierzulande nur 16 Prozent betragen – im Vergleich zu Amerika mit bis zu 54 Prozent ein nur geringer Anteil, heißt es von der Börse. Dies liege vor allem daran, dass Deutsche ihr Finanzwissen als zu gering einschätzten und äußerst risikoscheu seien.

          Für eine Anlage in börsengehandelten Indexfonds (ETF), wie sie von zahlreichen Wissenschaftlern empfohlen werde, seien aber solche Kenntnisse nur in geringem Umfang notwendig, heißt es: „Viele wissen nicht, dass man vieles nicht wissen muss“, sagt Michael Grote, Mitautor der Studie und Professor für Corporate Finance an der Frankfurt School.

          Große Verlustängste

          Auch die Angst vor einer ökonomischen Katastrophe und grundsätzliche Verlustangst seien weitverbreitete Hindernisse, ergibt die Studie. Persönliche Erfahrungen und Emotionen spielten zudem eine große Rolle. Nur ein knappes Viertel der Personen, die keine Aktien besäßen, verbänden ein gutes Gefühl mit der Vorstellung, selbst Aktionär zu sein.

          Unter den Aktienbesitzern seien dies 61 Prozent. Letztere verknüpften mit dem Aktienbesitz auch vermehrt positive Begriffe – Gewinn und Chance, Stolz oder Freude. Die Gedanken der Nichtbesitzer hingegen drehten sich viel stärker um Verluste und Risiken.

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