https://www.faz.net/-hbv-9kl98

Traditionelle Rollenverteilung : Geldanlage ist meist Männersache

Das Thema Geldanlage ist nach wie vor eines, mit dem sich meist mehr Männer als Frauen beschäftigen. Bild: Picture-Alliance

Beim Thema Geld dominiert immer noch das traditionelle Rollenbild. Viele Frauen trauen sich zu wenig zu und fühlen sich schlecht informiert. Doch nicht alle scheuen Risiken.

          3 Min.

          Ob jemand mit seinen Finanzen ein glückliches Händchen hat, ist zunächst einmal eine individuelle Angelegenheit. Dennoch zeigen sich grundsätzliche Unterschiede im Anlageverhalten von Frauen und Männern. Nicht selten scheinen weibliche Anleger in Geldangelegenheiten weniger selbstbewusst zu sein als männliche. Zudem dominiert in Finanzfragen häufig noch das ganz traditionelle Rollenbild.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Während die langfristige Finanz- und Anlageplanung häufig Männersache bleibt, verwalten Frauen eher alltägliche Ausgaben. Dies ergibt eine Umfrage von UBS Global Wealth Management unter rund 3700 vermögenden Frauen in neun Ländern, die verheiratet, geschieden oder verwitwet sind. Die Mehrheit der befragten deutschen Frauen nannte fehlendes Wissen als einen Hauptgrund für ihr geringes Engagement. Auch die mangelnde Ermutigung und Einbindung durch den Partner wirkt demnach hemmend. In alte, traditionelle Muster verfallen laut der UBS-Studie gerne „Millenials“, die in den 80- oder 90iger Jahren geboren wurden. In Deutschland verließen sich durchschnittlich fast zwei Drittel aller Frauen dieser Altersgruppe in finanziellen Entscheidungen ganz auf den Partner.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Polizisten auf Streife in dem ultraorthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim.

          Corona-Krise in Israel : „Das iz a noytfal“

          Die Pandemie betrifft in Israel vor allem strenggläubige Juden. Sogar der ultraorthodoxe Gesundheitsminister hat sich infiziert – weil er sich nicht an die eigenen Bestimmungen hielt.