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Geldanlage : Warum die Reichen mehr Geld machen

  • Aktualisiert am

Auf der Yacht-Messe in Hainan. Bild: dpa

Die Reichen lassen ihr Geld besser für sich arbeiten als der Durchschnittsbürger. Eine Studie zeigt: Der Trick ist einfach – jeder kann ihn nachmachen.

          Die Reichen vergrößern ihre Vermögen immer weiter, die Armen kommen nicht hinterher – so lautet das landläufige Klischee. Ob das auf Dauer stimmt, ist hoch umstritten. Sicher ist aber: Die Reichen legen ihr Geld zumindest geschickter an.

          Eine neue Studie zeigt, was sie genau tun, wie das die Vermögen der Reichen vergrößert – und dass jeder diese Strategie nachmachen kann. Das ist besonders wichtig in einer Zeit, in der der durchschnittliche Deutsche beim Sparen nach Inflation sogar Geld verliert, wie die Bundesbank ausgerechnet hat.

          Die Studie stammt von einem prominenten Team: Ökonomen der Universität Harvard, des Imperial College in London und der amerikanischen Notenbank haben sich Anlageportfolios genauer angesehen. Und zwar aus Indien. Indien hat den Vorteil, dass dort 80 Prozent der Aktien bei einer Verwahrstelle liegen, also können die Depots besonders gut untersucht werden. Glaubt man Bankern in Deutschland, sieht die Lage hierzulande so ähnlich aus.

          Die Reichen machen weniger Verlust

          Tatsächlich stellten die Forscher fest, dass die großen Depots auf Dauer viel mehr Rendite machen als die kleinen. Das kleinste Zehntel der Depots schrumpfte in neun Jahren durchschnittlich insgesamt um 16 Prozent, das größte Zehntel wuchs dagegen um 165 Prozent.

          Dabei war die durchschnittliche Jahresrendite der kleinen Depots viel höher als die der großen. Doch was die Vermögenden viel besser machten als die Kleinsparer, war: Sie achteten darauf, auch in schlechten Zeiten nicht zu viel Geld zu verlieren – selbst wenn das im einzelnen Jahr etwas Rendite kostete. Und wie funktionierte das? Mit einem alten Mittel: der Risikostreuung.

          Die Kleinsparer konzentrierten ihr Geld auf ein oder zwei Aktien, im Durchschnitt 1,56. Die großen Depots verteilten das Vermögen dagegen auf durchschnittlich fast 29 unterschiedliche Aktien. Der Vorteil: Bei so einer großen Zahl von Aktien kann auch mal eine schlecht laufen, eine andere gleicht das dann aus. So entgehen die Anleger größeren Vermögensverlusten, und das ist offenbar der Schlüssel zum langfristigen Gewinn.

          Wie man es nachmacht

          Nun lohnt es sich natürlich nicht, ein 4000-Euro-Depot auf 30 unterschiedliche Aktien zu verteilen. Das ist aber kein Problem: Anleger können ihr Geld in Investmentfonds anlegen. Dort werden viele Aktien so zusammengefasst, dass der Anleger sie kaufen kann.

          Günstig sind zum Beispiel die so genannten Indexfonds. Die heißen so, weil nicht etwa ein Fondsmanager Aktien selbst aussucht, sondern weil der Fonds stur die Entwicklung eines Index nachbildet, zum Beispiel des Welt-Aktienindex MSCI World. Dann kommt es nicht so darauf an, ob ein Land oder eine Branche mal besser oder mal schlechter läuft.

          Wie man einen Indexfonds kauft, ist zum Beispiel in diesem Bericht erklärt. Es stellt sich heraus: Auf diese Weise kann man schon mit 25 gesparten Euro im Monat ein kleines Vermögen aufbauen.

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