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Bekämpfung von Geldwäsche : Bafin ordnet Maßnahmen für N26 an

Anordnung des Bafin: Die Zahl der Mitarbeiter der Smartphone-Bank N26 muss wachsen. Bild: dpa

Die Finanzaufsicht Bafin fordert von der Bank N26 Maßnahmen zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Unter anderem soll mehr Personal helfen, Schwachstellen zu schließen.

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          Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat Maßnahmen für die Internetbank N26 angekündigt. Zuvor prüfte die Behörde das Geldinstitut unter anderem wegen gefälschter Konten und stellte dabei Mängel fest, die nun schleunigst behoben werden sollen. Im Kern geht es darum, dass sich die Bank besser vor Geldwäsche schützen und mehr Personal einstellen muss.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In der Anordnung zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung forderte die Bafin konkret vier Maßnahmen von dem Geldinstitut. Die unbearbeiteten Fälle, welche das eigene System als auffällig oder unregelmäßig identifiziert hat, sollen schnellstmöglich abgearbeitet werden. Laut eigenen Angaben von N26 wurden 90 Prozent davon bereits bearbeitet, die restlichen 10 Prozent sollen spätestens bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein.

          „Angemessene personelle und technisch-organisatorische Ausstattung“

          Zusätzlich sollen die Arbeitsabläufe sowie Prozessbeschreibungen zur Umsetzung des Geldwäschegesetzes nach den Vorgaben der Bafin verbessert und dokumentiert werden. Als dritte Maßnahme fordert die Finanzaufsicht, bei einigen Kunden abermals die Identität zu verifizieren. Das geschehe laut N26 bereits heute regelmäßig und werde nur wenige Kunden betreffen.

          Zu guter Letzt fordert die Bafin von N26 eine angemessene personelle und technisch-organisatorische Ausstattung zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen bei der Vermeidung von Geldwäsche. Noch vor einem Jahr arbeiteten nur 500 Menschen für die Internetbank, aktuell sollen es rund 1000 Mitarbeiter sein und bis zum Ende des Jahres plant N26 dann mit 1500 Angestellten.

          Dazu hieß es, dass man den Kunden den bestmöglichen Service anbieten wolle und dabei alle regulatorischen Vorgaben erfüllen werde. Gleichzeitig habe man das Team zur Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzkriminalität bereits massiv ausgebaut. „Das Team wird natürlich auch in Zukunft weiter wachsen“, heißt es von N26. Gleichzeitig sollen die Mitarbeiter fortlaufend geschult werden, um den hohen Branchenstandards zu entsprechen und die Qualität unserer Prozesse zur Vorbeugung von Geldwäsche weiter zu verbessern.

          Gut davon gekommen

          Die Internetbank selbst nimmt die Anordnung nach eigenen Angaben sehr ernst. „Wir haben schon im Vorfeld die notwendigen Maßnahmen und Fristen zur Umsetzung eng mit der Bafin abgestimmt“, heißt es. Schon seit längerer Zeit habe N26 Maßnahmen ergriffen, um der Finanzkriminalität vorzubeugen. N26 rechnet daher damit, dass sie die Vorgaben noch vor der von der Bafin gesetzten Frist erfüllt haben wird – die allerdings nicht veröffentlicht wurde.

          N26 hätte es dabei aber auch deutlich schlimmer treffen können. Von der simplen Anordnung von Maßnahmen reichen sie weiter über ein Verbot weitere Kundengelder anzunehmen oder Geldbußen auszusprechen, bis hin zu einer vorläufigen Schließung der Bank.

          Die Kritik an N26 war dabei zuletzt sehr laut und weitreichend. Neben den Problemen mit gefälschten Konten stellte ein Sprecher der Marktwächter Finanzen fest, dass die Kundenbeschwerden bei N26 bundesweit auffallend hoch seien. Dabei sei besonders die Erreichbarkeit ein großes Problem gewesen. Hier bessert N26 auch schon nach: Zukünftig soll der Kundenservice an sieben Tagen der Woche stets innerhalb von 30 Sekunden erreichbar sein. Das kündigte der neue Deutschland-Chef Georg Hauer schon vor einer Woche im Gespräch mit dieser Zeitung an.

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