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„Frag den Mohr“ : Führt das Dax-Renditedreieck in die Irre?

Ein Grund zu feiern: 30 Jahre Dax mit Börsenchef Theodor Weimer (links) und den Erfindern des Dax. Bild: Helmut Fricke

Wer ein bisschen Geduld hat, liegt mit Aktien immer gut. Nur ein bisschen Optimismus ist nötig.

          Hoffentlich nicht. Es sollte in jeder Bankfiliale hängen und in jedem Schulbuch abgedruckt sein. Das könnte viele Missverständnisse und Vorurteile gegenüber Aktien abbauen helfen. Das vom Deutschen Aktieninstitut erstellte Dreieck zeigt die Wertentwicklung der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Die Zahlen sprechen für sich.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Wer seit Beginn der Erhebung 1949 stets in diesen Aktien investiert war, hätte inklusive Dividenden 11 Prozent Rendite im Jahr erzielt. Aus 1000 DM wären in 70 Jahren 760 000 Euro geworden. Aber auch realistischere Anlagezeiträume sprechen eine deutliche Sprache. Wer 30 Jahre investiert blieb, konnte je nach Anlagezeitraum jährlich 5 bis 14 Prozent durchschnittliche Jahresrendite erzielen. Bei 15 Jahren Geduld gab es im schlechtesten Fall nur 1 Prozent Rendite, im besten dafür 27 Prozent im Jahresschnitt.

          Alles in allem ergibt sich eine übliche langfristige Aktienrendite von 8 Prozent im Jahr. Viele Leser bezweifeln dies, halten es für unrealistisch, geradezu absurd. Aber so sind die Zahlen. 21 der vergangenen 70 Jahre endeten am deutschen Aktienmarkt mit Verlusten, 49 mit Gewinnen. Nur drei Mal hielt eine Verlustphase länger als ein Jahr: 1961/1962, 1965/1966 und 2000 bis 2002.

          Das sind natürlich alles Vergangenheits-Betrachtungen, die keine Garantie für eine Wiederholung in der Zukunft bieten. Aber warum sollte es schlechter werden? Warum sollte die Innovationskraft der Unternehmen plötzlich versiegen? Bisher war ein gewisses Zutrauen in die Zukunft bares Geld wert.

          Was wollen Sie wissen?

          Daniel Mohr ist Redakteur für Finanzen und freut sich über Ihre Fragen unter fragdenmohr@faz.de

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