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Fonds als Anlagemöglichkeit : Fondssparpläne für den schmalen Geldbeutel

Anlegen an der Börse: Das ist auch mit wenig Kapital möglich. Bild: Marc-Steffen Unger

Schon mit monatlich 25 Euro können Anleger regelmäßig in Fonds investieren. Gerade dann ist der Blick auf die Gebühren besonders wichtig.

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          Das Sparen mit Fonds hat eine lange Tradition. Auch Sparpläne gibt es schon seit Jahrzehnten, und das Interesse der Anleger wächst. Zahlt es sich doch langfristig aus, regelmäßig einen festen Betrag zu investieren. Aus ihm kann durch Kursgewinne, Zinsen und Dividenden in einigen Jahren ein kleines Vermögen werden – und sei die monatliche Sparsumme auch noch so gering. Nicht wenige Banken und Fondsgesellschaften bieten ihren Kunden inzwischen auch das Fondssparen ab einem Betrag von 25 Euro an, um die Anlage zu erleichtern. Gerade für jüngere Investoren, die noch nicht so viel verdienen, dürfte das interessant sein oder auch, wenn der verfügbare Anlagebetrag auf mehrere Fonds aufgeteilt werden soll.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Jüngstes Beispiel für einen solchen Vorstoß ist die Fondsgesellschaft der Volks-und Raiffeisenbanken, Union Investment. Seit Jahresbeginn hat sie die Mindestrate für ihre monatlichen Fondssparpläne von 50 auf 25 Euro gesenkt. Es geht in diesem Fall um rund 200 Publikumsfonds. Mit diesem Schritt wolle man dem Wunsch vieler Anleger nachkommen, im aktuellen Niedrigzinsumfeld auch mit kleineren Beträgen ein Vermögen aufzubauen. Freilich kosten die meisten Fondsanteile mehr als 25 Euro. Dann erwirbt der Kunde zunächst Bruchstückanteile an einem Fonds, heißt es weiter von Union Investment.

          Maximaler Ausgabeaufschlag

          Die Summen, die sich in einem Sparplan langfristig ansammeln können, sind beträchtlich. Hätte zum Beispiel ein Anleger in den vergangenen 25 Jahren monatlich 100 Euro in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland und so insgesamt 30.000 Euro eingezahlt, dann wären daraus im Durchschnitt nach Angaben des BVI bis Ende Dezember 76.751 Euro geworden. Die Summe hätte sich also mehr als verdoppelt, auch bei einer Rate von 25 Euro. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von 6,8 Prozent.

          Dabei ist in diese Berechnung der jeweils maximale Ausgabeaufschlag der Fonds mit eingeflossen. Da es aber immer wieder Rabattaktionen zum Beispiel bei Direktbanken gebe, sei die wahre Rendite noch höher, sagt ein BVI-Sprecher. Zudem seien in diesen Zahlen die kostengünstigeren, börsengehandelten Indexfonds ETF nicht enthalten, da es solche Sparpläne noch gar nicht so lange gebe.

          Nur Anteile an den Aktien

          Auch einige Direktbanken wie Comdirect oder die Consorsbank bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Fondssparpläne schon mit einer Mindestrate von 25 Euro zu besparen. Die meisten Kreditinstitute und Fondsgesellschaften starten gleichwohl mit einem Betrag von 50 Euro. Viele Institute wie die ING-Diba zeigen sich aber generell offen für geringere Mindestraten, falls der Wunsch der Kunden stärker in diese Richtung gehen sollte.

          In die Sparpläne kann in der Regel monatlich,vierteljährlich und zuweilen auch zweimonatlich oder halbjährlich investiert werden. Auch über den jeweiligen Ausführungstermin kann der Kunde häufig entscheiden. Zudem sind die Raten flexibel und können, wie es den Lebensumständen entspricht, meist jederzeit angepasst werden. Anleger können in Form eines Sparplanes bei vielen Kreditinstituten in aktiv verwaltete Fonds auf Aktien oder Anleihen, Indexfonds oder auch die Aktien selbst investieren. Dann erwirbt der Anleger ebenfalls oft nur Anteile an den Aktien, was sich langfristig und auch über mehrere Kunden hinweg ausgleichen würde, sagt ein Sprecher der ING- Diba. Bei dieser Direktbank entfallen rund zwei Drittel der Sparpläne auf Fonds, ein Viertel auf ETFs, 11 Prozent auf Aktien und 1 Prozent auf Zertifikate.

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