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Streit um Finanzberatung : „Die Regulierung der vergangenen Jahre war fehlgeleitet“

Klaus Möller, der Geschäftsführer von Defino, im Streitgespräch mit dem Finanzexperten Niels Nauhauser über die Norm bei der Finanzberatung. Bild: Patrick Junker

Alle Verbraucher müssten dieselbe Diagnose erhalten, sagt Klaus Möller, Initiator einer DIN für Finanzanalyse. Es mangele an der richtigen Therapie, hält Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale entgegen. Ein Streitgespräch über bessere Finanzberatung.

          7 Min.

          Herr Möller, warum meinen Sie, dass die Finanzanalyse mit einer DIN-Norm besser wird?

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Möller: Jeder Finanzberater macht heute seine Analyse nach seinem eigenen Gusto. Trägt jemand seinen Umzugskarton mit allen Versicherungs- und Bankunterlagen zu einer Versicherungsgesellschaft, wird er zum Beispiel über das Überschuldungsrisiko nichts zu hören bekommen. Trägt er ihn dagegen zu einer Bank, wird er wenig über seine Haftungsrisiken oder das Risiko des Arbeitskraftverlusts erfahren. Jeder Berater macht die Analyse nach dem, was er im Köcher vorhält. Er wird immer von seinen Lösungsmöglichkeiten herkommen.

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