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Dividenden Europa : 350 Milliarden Euro für Aktionäre

Ob Bulle oder Bär: Eine Dividende hat noch keinem Aktionär geschadet. Bild: Picture-Alliance

In unruhigen Börsenzeiten kann die Dividendenzahlung so manches Portfolio retten. Gute Zahler gibt es einige – sogar zu Rabattpreisen, meinen Vermögensverwalter.

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          Nicht nur in Deutschland verspricht die nun beginnende Dividendensaison lukrativ zu werden. Denn allein für die Unternehmen des Dax' gehen Analysten davon aus, dass sie den Rekordwert von etwa 38 Milliarden Euro für das Jahr 2018 aus ihren Gewinnen an die Aktionäre ausschütten werden.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Nach Schätzungen der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (GI) warten in Europa gemessen am Aktienindex MSCI Europe sogar Dividendenzahlungen von rund 350 Milliarden Euro auf die Anleger, ebenfalls ein Höchstwert. Damit würden diese Konzerne etwa 16 Milliarden Euro oder 4,8 Prozent mehr ausschütten als im Vorjahr.

          Kontinuität ist entscheidend

          Doch nicht allein die Höhe der Ausschüttungen sollte für Anleger entscheidend sein. „Für uns ist die Kontinuität der Dividendenzahlungen ebenso wichtig wie die relative Höhe“, sagt Jörg de Vries-Hippen, Chefanlagestratege von Allianz GI für europäische Aktien. Denn eine positive Kombination signalisiere eine gesunde Grundlage. Solche Unternehmen erwiesen sich oft als stabile Anker in stürmischen Zeiten. Und Gesellschaften mit gut gestützten Dividenden und Wachstumspotenzial gebe es einige – sogar zu Rabattpreisen.

          Marktrücksetzer könnten dabei Chancen zum Kauf bieten. Ein Fokus von Allianz GI liege hier auf dem europäischen Energiesektor, da sich die deutlichen Umstrukturierungen in absehbarer Zeit in höheren liquiden Mitteln und Dividenden auszahlen dürften. Zu den „Dividenden-Klassikern“ zählt de Vries-Hippen seit Jahren Versicherer.

          Im Depot der Anleger hätten Ausschüttungen eine Art „Airbag-Funktion“, die sich gerade angesichts der unsicheren Marktsituation besonders vorteilhaft auswirken könne, heißt es von dem Vermögensverwalter weiter. Dividenden könnten das Portfolio stabilisieren, weil sie Kursverluste abfederten und planbare Einkommen schüfen.

          Nach Analyse von Allianz GI hätten die Dividenden seit 1973 einen Anteil von rund 41 Prozent an der Gesamtrendite europäischer Aktien. Damit hätten sie Kursverluste zum Teil oder ganz kompensieren können. Zudem gälten europäische Unternehmen mit einer Dividendenrendite Ende 2018 von durchschnittlich 3,8 Prozent als ausschüttungsfreundlich.

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