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Indexfonds : Die neue Liebe zu ETF

Bild: Jan Bazing

Die Deutschen haben in der Corona-Krise wie wild Depots eröffnet und ETF gekauft. Haben sie auf die Richtigen gesetzt?

          4 Min.

          Die Corona-Krise hat nicht nur ihre negativen Seiten. Sie hat erstaunliche Dinge angestoßen und beschleunigt. Homeoffice ist für die breite Masse normal geworden, die Digitalisierung vieler Lebensbereiche ist so rasch wie noch nie vorangeschritten. Aber noch viel Revolutionäreres tut sich in der Geldanlage: Die im Ausland als Angsthasen belächelten Deutschen entdecken die Aktie.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Die Zahl der Konto- und Depoteröffnungen lag im März, April und Mai zwischen 70 und 140 Prozent über der vom Januar“, heißt es bei der Consorsbank, einer der führenden Online-Banken Deutschlands. Auch die ING kann einen starken Anstieg hierzulande bestätigen. Und selbst bei den Sparkassen, deren Kunden eher vorsichtig sind, gerät einiges in Bewegung. „Unsere Kunden fragen verstärkt Beratungen zu Wertpapieranlagen nach“, sagt Stefanie von Carlsburg von der Hamburger Sparkasse, der größten in Deutschland. Ähnliches berichten die Kollegen der Frankfurter Sparkasse: „Es wurden sehr viele neue Online-Depots eröffnet. Viele Kundinnen und Kunden sind frisch ins Wertpapiergeschäft eingestiegen, Umschichtungen aus Anleihen gab es weniger. Schwerpunkt dürften jüngere und männliche Kunden sein.“ Auch die Sparkassentochter „1822 Direkt“ spürt einen deutlichen Zulauf.

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