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Gebühren vergleichen : Zeit, an den Wechsel des Girokontos zu denken

„Bitte einmal einzahlen“: Treue zur Bank wurde früher schon in den Kindertagen eingeübt. Bild: The LIFE Picture Collection/Gett

Für viele Bankkunden haben sich die Gebühren fürs Konto in den vergangenen Jahren verdoppelt. Zugleich ist der Wechsel der Bank durch gesetzliche Regeln einfacher geworden. Warum manche trotzdem noch zögern.

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          Die Bankkundin aus Norddeutschland ist verärgert. Die Gebühren, die sie für ihr online geführtes Girokonto bei der Sparkasse zu zahlen hat, haben sich in den vergangenen Jahren mal eben verdoppelt. Vor rund dreieinhalb Jahren ging es los. Damals sollte sie plötzlich 3 Euro im Monat zahlen, statt vorher nichts. Aber wer macht schon Theater wegen 3 Euro? Im nächsten Jahr wurde die Gebühren dann auf 6,50 Euro angehoben, mittlerweile sind es 7 Euro im Monat, also 84 Euro im Jahr. Hinzu kommen noch diverse Spezialgebühren, etwa für Porto. Damit ist sie schnell bei 100 Euro im Jahr. Und nun überlegt sie doch, ob sie nicht wechseln soll – schließlich gibt es nach wie vor Direktbanken ganz ohne Kontogebühr.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Kein Einzelfall: Knapp 10 Prozent der Deutschen denken im Augenblick darüber nach, mit ihrem Girokonto zu einer anderen Bank zu wechseln. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Civey im Auftrag des Intertnetportals Verivox hervor, die der F.A.Z. exklusiv vorliegt. Viele der Bankkunden könnten dadurch 100 Euro und mehr im Jahr sparen, heißt es in der Studie weiter. In den vergangenen fünf Jahren hätten 15 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben ihre Hauptbankverbindung gewechselt. Das deutet auf mehr Wechselwilligkeit als in früheren Zeiten hin: Allerdings sind unter den Bank-Wechslern laut Studie überproportional viele Studenten und Großstadtbewohner – viele andere Bankkunden bleiben offenbar ihrer Bank treu.

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