https://www.faz.net/-hbv-9m684

Rendite nicht entscheidend : Die Deutschen sparen vor allem für das Alter

  • Aktualisiert am

Die Deutschen sparen vor allem für das Alter. Bild: dpa

Jeder zweite Deutsche spart für das Alter. Sicherheit ist den Deutschen dabei am wichtigsten, eine hohe Rendite ist nur für jeden Vierten entscheidend. Noch immer setzen viele auf Tagesgeldkonten und Sparbücher – trotz der Niedrigzinsen.

          Wer sparen kann, spart vor allem fürs Alter. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Genossenschaftsverbandes ergab jedoch zugleich: Ein Drittel der Menschen in Deutschland legt überhaupt kein Geld an, weil ihnen nach eigenen Angaben die Mittel dazu fehlen. „Die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung ist real“, warnte der Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes, Ralf W. Barkey.

          Denn jeder zweite der 2062 befragten Erwachsenen rechnet damit, dass sein Lebensstandard im Alter sinken wird. Mit 46 Prozent würden fast genauso viele darum gern mehr vorsorgen – quer durch alle Einkommensschichten. Aber erst ab mindestens 2500 Euro Monatseinkommen tun dies 15 bis 20 Prozent der Menschen.

          Reiche sparen mehr

          In den Einkommensklassen oberhalb von 3500 Euro ist das Ziel Altersvorsorge demnach deutlich überdurchschnittlich ausgeprägt. „Diejenigen, die es sich eher leisten können, geben diesem Ziel auch mehr Gewicht“, erläuterte Barkey.

          Insgesamt nennen unter den Anlegern 48 Prozent Altersvorsorge als vorrangiges Ziel, dicht gefolgt von einem Notgroschen (44 Prozent). Erst mit deutlichem Abstand wird für größere Anschaffungen gespart (24 Prozent), für Reisen (23 Prozent) oder für selbst genutztes Wohneigentum (21 Prozent). Bei dieser Frage konnten die Befragten bis zu drei Sparziele nennen.

          Sicherheit bei der Geldanlage ist dabei für die Befragten das wichtigste Kriterium (42 Prozent), eine attraktive Verzinsung streben 23 Prozent an. Gespart wird vor allem auf Tagesgeldkonten (29 Prozent) und Sparbüchern (24 Prozent), obwohl diese im aktuellen Zinstief kaum Rendite abwerfen. Beliebt sind zudem Bausparverträge (21 Prozent) und Lebensversicherungen (17 Prozent) – auch bei dieser Frage konnten Sparer mehrere Anlagen angeben, die sie nutzen.

          Der Verband vertritt die Interessen von 2800 Genossenschaften in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg. Viele der Volks- und Raiffeisenbanken sind Mitglied des Vereins. Zudem hat der Verband viele Mitglieder aus anderen Bereichen, beispielsweise aus der Landwirtschaft, der Energieversorgung oder der Wasserversorgung.

          Weitere Themen

          Die größten Börsengänge Video-Seite öffnen

          Das sind die Top 10 : Die größten Börsengänge

          Uber wird bei seinem Börsengang etwas mehr als acht Milliarden Dollar erlösen – und kommt damit nicht unter die Top 10 der größten Börsengänge. Die ersten vier Plätze belegen Konzerne aus China; aus Deutschland ist ein Unternehmen dabei.

          Topmeldungen

          „Die Zerstörung der CDU“ : Das Rezo-Video im Faktencheck

          Klima, Wohlstand, Krieg und Protestkultur: Eine zornige Abrechnung wird zum Internethit. Was hält einer genaueren Betrachtung stand? Eine kritische Perspektive auf die vier zentralen Themen.

          Vor der Europawahl : Wie die polnische Jugend Frühlingsgefühle entwickelt

          Die neue linksliberale Partei „Wiosna“ (Frühling) des populären Politikers Robert Biedron mischt die politische Landschaft in Polen auf. Die Anhänger sind jung, nennen ihren Parteivorsitzenden „Robert“ und drängen auf einen Wandel in Polen – und Europa.
          Eine Frau wirft in Erfurt einen Brief wird in einen Briefkasten der Deutschen Post AG.

          FAZ Plus Artikel: F.A.Z. exklusiv : Das Briefporto steigt von 70 auf 80 Cent

          Jetzt ist es raus: Der Standardbrief kostet künftig 10 Cent mehr. Auch alle anderen Briefarten werden deutlich teurer – die Postkarte sogar um ein Drittel. Nur ihre Großkunden verschont die Post zunächst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.