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Mehr Sachwerte : Mehr Goldbarren, weniger Bausparverträge

Die Deutschen mögen immer mehr Sachwerte statt Bares. Bild: Picture-Alliance

Sachwerte wie Goldbarren, Münzen und Gemälde steigen in der Gunst der Deutschen, Bausparverträge oder Festgeld- und Terminkonten nicht mehr so sehr. Wie kommt das?

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          Mehr Deutsche haben Goldbarren, Münzen und Gemälde, weniger nennen Bausparverträge, Bausparpläne, Festgeld- und Terminkonten ihr Eigen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa für das Goldhandelshaus Pro Aurum organisiert hat. Von den 1001 Befragten sagten 10 Prozent, sie hätten Goldbarren oder -münzen, in vergangenen Jahr waren das nur 7 Prozent gewesen. 6 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) hatten Silberbarren oder -münzen. Auch die Zahl der Immobilieneigentümer stieg von 27 auf 31 Prozent. Konstant 30 Prozent hatten mindestens eine Lebensversicherung. Die Zahl der Eigentümer von Aktien stieg von 13 auf 15 Prozent, Fonds hatten 20 Prozent nach 17 Prozent im Vorjahr.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Rückläufig war dagegen die Zahl der Befragten mit Bausparverträgen oder Bausparplänen von 28 auf 26 Prozent. Auch Termin- und Festgelder hatten weniger Befragte, diese Zahl ging von 14 auf 13 Prozent zurück. Immerhin 4 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) gaben an, Kunstgegenstände wie Gemälde zu besitzen. Antiquitäten „wie beispielsweise einen sehr alten Schrank“ hatten 8 Prozent (Vorjahr: 4 Prozent).

          Gefragt, welche Geldanlage wohl nach drei Jahren den meisten Gewinn bringen wird, wenn man sich heute dafür entscheidet, sagten 28 Prozent „Gold“ – das war die höchste Nennung überhaupt, gefolgt von Aktien (27 Prozent), Fondsanteilen (12 Prozent), Festgeld (6 Prozent) und Anleihen (2 Prozent). Viele Befragte äußerten sich unentschieden. Dabei war Gold in der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen besonders beliebt sowie bei mittleren Schulabschlüssen und niedrigem Haushaltseinkommen. Hinsichtlich des Geschlechts gab es keine Unterschiede im Interesse am Gold. Aktien dagegen waren bei Männern beliebter als bei Frauen, bei Jüngeren beliebter als bei Älteren und bei Reicheren beliebter als bei Ärmeren. Immerhin 72 Prozent aller Befragten stimmten der Aussage zu: „Gold ist eine sichere Geldanlage.“

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