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Deutschland lernt sparen 2013 : Ein Videokurs für Ihre Geldanlage

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Finanzprofessor Andreas Hackethal erklärt, wie Sparer mehr Zinsen bekommen. In zehn Folgen mit drei Minuten. Damit Sie Ihrem Finanzberater auf Augenhöhe begegnen können. Heute geht es los.

          Mit der richtigen Geldanlage tun sich viele Deutsche schwer. So verschenken sie viel Geld. Vor einigen Wochen erst hat ein Team der Universität Frankfurt um Finanzprofessor Andreas Hackethal herausgefunden, dass die meisten Deutschen mit ihrem Geld jedes Jahr 4 Prozentpunkte mehr Zinsen erwirtschaften könnten, als sie tatsächlich schaffen. Dazu müssten sie ihr Geld nicht mal zusätzlichen Risiken aussetzen, sondern sie müssten nur mit ihren bestehenden Risiken besser umgehen.

          Das Problem: Viele Deutsche denken ungern über andere Geldanlagen als das Tagesgeldkonto und die Lebensversicherung nach. Immer noch halten viele das Tagesgeld für die einzig sichere Anlageform. Sie lassen ihr Geld dort und verzichten dafür übermäßig auf Rendite, denn in vielen Fällen decken die Zinsen nicht mal mehr die Inflationsrate. Andere Anlageformen wie die Aktie oder Aktienfonds bringen mehr Rendite, aber eben auch mehr Risiko und können auch mal mit einem Verlust enden. Darum werden sie von vielen Deutschen gemieden. Dabei ließe sich dieses Risiko begrenzen. Doch selbst wenn Sparer Aktien oder Fonds kaufen, gehen sie mit ihrem Risiko oft nicht richtig um und machen zu viel unnötigen Verlust. „Man muss Risiko und Rendite kennen“, sagt Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen - doch viele Deutsche tun das nicht.

          Abhilfe schafft ein neuer Video-Grundkurs für die Geldanlage, den das F.A.Z.-Internetportal „Meine Finanzen“ vom heutigen Freitag an gemeinsam mit dem Frankfurter Finanzprofessor Andreas Hackethal anbietet. Was ist Zins überhaupt? Wie bekommen Anleger ihre Risiken in den Griff? Und wie können sich Sparer die richtige Anlage für sie persönlich schneidern? Darauf gibt Hackethal Antworten in insgesamt zehn dreiminütigen Videos, die von heute an regelmäßig auf „Meine Finanzen“ bereitgestellt werden. „Wir haben festgestellt, dass Anleger immer wieder die gleichen Fehler machen“, sagt Hackethal. „Aber wir gehen jetzt nicht jeden einzelnen Fehler durch. Stattdessen fangen wir in diesem Kurs ganz vorne an.“

          Hackethal lehrt Finanzen an der Universität Frankfurt und ist Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Für seine Vorlesungen bekommt er immer wieder gute Noten von den Studenten, 2010 wurde er in einer deutschlandweiten Umfrage unter Studenten zum „Professor des Jahres“ gewählt. Hackethal beschäftigt sich schon lange mit der Frage, wie durchschnittliche Sparer höhere Zinsen erzielen können, und hat dazu unter dem Titel „Deutschland lernt sparen“ auch ein Blog eröffnet.

          „Deutschland lernt sparen“ ist auch der Titel des Videokurses. In der Folge vom Freitag erklärt Hackethal, wie sich auch kleine Zinsunterschiede über die Zeit zu großen Vermögensunterschieden summieren können, weil die zusätzlichen Zinsen immer neue Zinsen bringen, so dass sich ein „Zinseszinsturbo“ ergibt. „Es ist der Zinseszins-Effekt, der die Rendite bringt“, sagt Hackethal und erklärt, wie Anleger ihn nutzen können.

          Von nun an stellt das F.A.Z.-Portal „Meine Finanzen“ wöchentlich zwei neue Folgen des Videokurses bereit. Die Zuschauer werden lernen, wie Risiko in der Geldanlage entsteht und wie sie es begrenzen können. Nach zehn Folgen werden sie verstehen, wie sie für sich selbst das richtige Maß an Risiko und Rendite finden und wie sie das gefundene Maß in ihrer praktischen Geldanlage verwirklichen können. So können sie nach insgesamt 30 Minuten Videokurs ihrem Finanzberater auf Augenhöhe begegnen.

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