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Altersvorsorge : Werden wir bald alle Aktionäre?

Bulle und Bär, Symbole für das Auf und Ab an den Börsen Bild: Edgar Schoepal

Das Aktieninstitut will mit einer Offensive für mehr Kapitalbildung in Arbeitnehmerhand werben. Als Kronzeugen dienen positive Beispiele aus dem Ausland.

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          Uta-Bettina von Altenbockum darf für das Modell Schweden werben. Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Aktieninstituts hat mehrere Jahre in Stockholm gelebt und ist von dem dortigen Modell überzeugt: 16 Prozent des Gehalts gehen als Rentenbeitrag in ein Umlageverfahren, wie wir es auch aus Deutschland kennen. 2,5 Prozent gehen aber seit einigen Jahren in die „Premiepension“. Jeder Schwede spart damit am Kapitalmarkt in Fonds an. Die staatliche Standardlösung AP7 Safa legt zu 92 Prozent in Aktien an. Rendite in den vergangenen Jahren: 9 Prozent im Jahresdurchschnitt.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Der demografische Wandel, der das Umlageverfahren in alternden Gesellschaften zu überfordern droht, wird so ergänzt durch eine hochrentierliche Beimischung von Altersvorsorge am Kapitalmarkt. Einige Länder sind diesen Weg schon gegangen und das Aktieninstitut hat sich die Erfahrungen nicht nur in Schweden, sondern auch in Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz, Kanada, den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Australien angeschaut. Ergebnis: hervorragend. „Wir sind in keinem der untersuchten Länder auf Probleme gestoßen, die auf eine zu hohe Aktienquote zurückzuführen sind“, sagt Norbert Kuhn, Leiter Unternehmensfinanzierung des Aktieninstituts und einer der Autoren der Studie. „Und wir haben uns wirklich bemüht Nachteile oder Probleme zu finden.“

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