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Antiquitäten als Geldanlage : Schöne alte Kostbarkeiten fürs Depot

Am Expertentisch: Albert Maier (rechts) bei der Bewertung einer Antiquität – neben Moderator Horst Lichter Bild: © Frank Dicks/

Albert Maier ist Fachmann aus der Trödelsendung „Bares für Rares“. Mit Antiquitäten kennt er sich aus. Würde er die alten Stücke auch als Geldanlage empfehlen?

          4 Min.

          Er macht eine ganz besondere Form von Werbung für seine Leidenschaft – Kunst und Antiquitäten: Albert Maier, Jahrgang 1949, Antiquitätenhändler aus Ellwangen in Baden-Württemberg, ist in der ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“ einer der Experten. Diese bewerten dort alle alten Gegenstände möglichst detailliert, bevor eine Riege von Händlern von Walter „Waldi“ Lehnertz („Ich fang dann mal mit 80 Euro an“) bis Ludwig „Lucki“ Hofmaier sich eine Bieterschlacht darum liefern dürfen. Angesichts der zumindest ganz ordentlichen Einschaltquoten der Sendung äußerte Maier im Gespräch mit der F.A.Z. zumindest die Hoffnung, dass das Interesse und die Wertschätzung für Antiquitäten irgendwann wieder steigen könnten – und damit auch ihr Preis.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In den vergangenen fünf bis zehn Jahren habe es bei Antiquitäten schließlich einen extremen Preisverfall gegeben, berichtet Maier. Gerade Antiquitäten, die Leute in den siebziger und achtziger Jahren erworben hätten, ließen sich heute oft nur noch für einen Bruchteil des Preises wieder verkaufen. Wunderschöne Möbel aus dem 18. Jahrhundert beispielsweise brächten heute zum Teil nur noch 20 Prozent von dem ein, was sie vor zehn oder 15 Jahren gekostet hätten. „Das ist für die Betroffenen oft tragisch“, berichtet Maier. „Auch in unserer Sendung sind die Leute oft sehr enttäuscht, wenn sie mir etwas zum Schätzen bringen und noch einen alten Preis im Kopf haben, den sie oder ihre Eltern vor vielen Jahren für eine Antiquität gezahlt haben – und ich sagen ihnen, was das Objekt heute noch wert ist.“

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