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Anlagestrategie : Solide Aktien für wilde Zeiten

Die Dax-Kurve im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main Bild: dpa

Seit Jahresbeginn ist der Dax kräftig gestiegen. Lohnt es sich jetzt noch, Geld anzulegen oder ist schon alles ausgereizt? Die Antwort könnte eine Strategie aus den Siebzigern sein.

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          Zu Jahresbeginn sah es gar nicht gut aus. Der Dax hatte einen Rückgang hinter sich, war noch kurz vor dem Jahreswechsel auf das Niveau von gut 10.300 Punkten gefallen. Niemand mochte daran glauben, dass es bald wieder aufwärts gehen könnte. Jetzt steht der deutsche Aktienindex bei fast 13.000 Punkten. Bisher ist es also ein gutes Börsenjahr. Zumindest für alle, die schon investiert haben. Für alle anderen, die jetzt noch Geld anlegen wollen, stellt sich die Lage verzwickter dar. Haben sie das Beste verpasst? Oder anders: Ist nicht alles ausgereizt, so dass sich der Einstieg jetzt eigentlich verbietet?

          Inge Kloepfer

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Mitunter hilft ein Blick in die Geschichte, diesmal fast ein halbes Jahrhundert zurück in das Jahr 1972. Seinerzeit suchte die amerikanische Maklerfirma Kidder Peabody & Company nach neuen Anreizen, um ihre Anleger weiterhin zu Aktienkäufen zu animieren. Sie wählte 50 Unternehmen aus, die es ungeachtet ihrer hohen Bewertungen mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) zwischen 46 und 92 noch immer zu kaufen lohnen würde. Sie entschied sich für die Titel von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle derart zukunftsträchtig erschienen, dass auch künftig kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstums zu erwarten war und die hohe Marktbewertung damit an Bedeutung verlor.

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