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Deutlicher Preisanstieg : Sonnencremes werden immer teurer

  • Aktualisiert am

Eine Frau schüttet sich Sonnenschutzmittel in die Hand. Bild: dpa

Die Preise für Sonnenschutzmittel sind innerhalb von zwei Jahren um fast 11 Prozent gestiegen. Der Verbrauch ist trotz aller Gesundheitswarnungen überschaubar – und regional verschieden.

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          Teurer Sonnenschutz: Die Konsumenten in Deutschland müssen nach einer aktuellen Marktstudie für Sonnencreme, Selbstbräuner und ähnliche Produkte immer tiefer in die Tasche greifen. Der Durchschnittspreis für eine Packung Sonnenschutzmittel im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten habe sich innerhalb von zwei Jahren um fast 11 Prozent auf rund 3,90 Euro erhöht, berichtet das Marktforschungsunternehmen Nielsen in einer aktuellen Studie.

          „Die Verbraucher mussten im vergangenen Jahr fast 40 Cent mehr für die Sonnenprodukte zahlen als noch vor zwei Jahren“, betonte der Nielsen-Kosmetikexperte Enrico Krien. Am teuersten ist der Sonnenschutz Nielsen zufolge ausgerechnet im sonnenverwöhnten Süden der Bundesrepublik.

          Trotz aller Warnungen vor Hautkrebsrisiken ist der Verbrauch der Bundesbürger an Sonnenschutzmitteln allerdings überschaubar. Zwischen Anfang Mai 2018 und Ende April 2019 wurden im Lebensmittelhandel und in den Drogeriemärkten insgesamt gerade einmal 58 Millionen Packungen Sonnencreme, Aprés Sun und Selbstbräuner verkauft – also statistisch gesehen nicht einmal eine Packung pro Verbraucher. Trotz des Supersommers 2018 waren das 1,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

          Schwaben auch bei Sonnencreme sparsam

          Insgesamt summierten sich die Ausgaben der Deutschen für den Sonnenschutz auf über 226 Millionen Euro. Der Löwenanteil – gut 195 Millionen Euro – entfiel auf Sonnenschutzmittel. Für Aprés-Sun-Produkte gaben die Verbraucher rund 20 Millionen Euro aus. Für Selbstbräuner etwas über 10 Millionen Euro.

          „Unsere Zahlen zeigen, dass Selbstbräuner bei immer mehr Verbrauchern im Trend liegen. Während im Vorjahresvergleich weniger Sonnencreme und Aprés Sun gekauft wurde, landeten mehr Packungen Selbstbräuner im Einkaufskorb“, sagte Krien.

          Gekauft werden die Sonnenschutzmittel meist in Drogeriemärkten. Nach Angaben der Marktforscher haben sich dm, Rossmann und andere beim Verkauf von Sonnenschutzmitteln einen Marktanteil von über 70 Prozent gesichert. Erst mit weitem Abstand folgen Discounter und Verbrauchermärkte als alternative Einkaufsstätten auf den Plätzen zwei und drei.

          Am häufigsten greifen nach Angaben von Nielsen die Verbraucher in der klimatisch begünstigten Region rund um Freiburg zu Sonnencremes. Schlusslicht beim Verbrauch von Sonnenschutzmitteln ist aber nicht etwa der kühle Norden, sondern der Großraum Stuttgart. Die sparsamen Schwaben kaufen laut Nielsen nicht einmal eine halbe Packung Sonnenschutzmittel, Aprés Sun oder Selbstbräuner pro Jahr.

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