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Niedrigzins : Bringen Sie Ihr Geld ins Ausland!

Nicht bei welcher Bank, sondern in welchem Land deutsche Sparer noch erkleckliche Zinsen bekommen, wissen Portale wie Weltsparen. Bild: dpa

Von deutschen Banken und Sparkassen bekommen Kunden keine Zinsen mehr. Doch vor Aktien schrecken viele zurück. Zinsplattformen bieten konservativen Sparern einen Ausweg.

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          Früher brachte man sein Geld zur Sparkasse, um zu sparen. Heute ist die Sache nicht mehr so einfach. Zinsen gibt es schließlich so gut wie keine mehr, weder auf dem Sparbuch noch auf dem Festgeldkonto. Schlimmer noch: Weil Banken und Sparkassen unter den Strafzinsen ächzen, die sie fürs Parken überschüssiger Gelder bei der Europäischen Zentralbank bezahlen müssen, geben sie einen Teil der Belastungen an ihre Kunden weiter. Die Finanzinstitute verlangen sogenannte Verwahrentgelte für Geschäftskunden, Neukunden und Privatkunden ab einem gewissen Guthaben. Viele Auswege aus dieser Niedrigzinsfalle haben die Geldinstitute nicht: Sie können Kunden freundlich abschrecken oder vergraulen. Sie können versuchen, Kosten zu senken und irgendwie über die Runden zu kommen. Doch weder das eine noch das andere ist eine Dauerlösung. Bleibt ein anderer Ausweg: Sie können ihre Stammkunden ermuntern, das Geld woanders anzulegen.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Den letzten Ausweg hat die Sparkasse Vorpommern gewählt. Sie lotst ihre Kunden neuerdings auf eine Plattform, über die es für Tagesgeld oder Festgeld noch erkleckliche Zinsen gibt. Weltsparen heißt das Portal, was Beobachter mit dem Bonmot quittieren, dass für die rund 200.000 Sparkassenkunden in Vorpommern jetzt jeder Tag ein Weltspartag ist.

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