https://www.faz.net/-gv6-a8r88

Pflegeversicherung : So lässt sich die Finanzierungslücke schließen

Vor allem die stationäre Pflege verursacht erhebliche Kosten. Bild: dpa

Gesundheitsminister Jens Spahn stellt mehr staatliches Geld für stationäre Pflege in Aussicht. Trotzdem bleibt eine Lücke zwischen staatlicher Finanzierung und den tatsächlichen Kosten. Wie lässt sie sich schließen?

          4 Min.

          Von allen Zweigen der Sozialversicherung hat sich in der Pflege in den vergangenen Jahren am meisten verändert. Mitte der neunziger Jahre unter Bundessozialminister Norbert Blüm (CDU) eingeführt, hat sich der Beitrag innerhalb eines Vierteljahrhunderts von rund 1 auf mehr als 3 Prozent des Bruttoeinkommens gesteigert. Mit der Einführung der fünf Pflegegrade im Jahr 2017 wurde das Recht vor allem an den wachsenden Bedarf für die Pflege dementer Menschen angepasst. Mit weiteren Reformideen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem gesellschaftlichen Konsens Rechnung tragen, dass Pflegekräfte angemessener vergütet werden sollen.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Im vergangenen Herbst trat Spahn mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit, der starke Veränderungen in der Balance zwischen Staat und Privat bedeuten würde. Bewohner eines stationären Pflegeheims sollten höchstens 36 Monate lang dafür finanziell aufkommen, ihr Eigenanteil sollte auf 700 Euro begrenzt werden. „Das wären maximal 25.200 Euro“, sagte er damals der „Bild am Sonntag“. „Zwar bleibt die Pflegeversicherung auch dann eine Teilkaskoversicherung. Aber der Eigenanteil wird berechenbar.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Wir feiern 3 Jahre F+

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Mann mit Mission: Kolumnist Reinhardt bei der Probe

          Wir kosten bei Aldi und Lidl : Wie gut sind Weine vom Discounter?

          Kann der was? Unser Weinkolumnist hat 35 Weine von Aldi und Lidl in der Preisspanne von 1,99 bis 14,99 Euro verkostet – und die ein oder andere Überraschung erlebt. Hier sein Befund.
          Wie vor Corona: Konzert der dänischen Band „The Minds of 99“ im September 2021

          Corona in Dänemark : Die nächste Welle im Norden

          Gelassen blicken die Dänen auf die wachsenden Corona-Zahlen in ihrem Land. Sie genießen weiter die Freiheit in vollen Zügen.

          Impfen im Fußball : Kimmich und das Solo der Egoisten

          Das Recht auf Freiheit ist verknüpft mit der Verantwortung für das Zusammenspiel der Menschen, schreibt Anders Indset in seinem Gastbeitrag und kritisiert die Argumentation von Joshua Kimmich gegen das Impfen.