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Die Vermögensfrage : Ohne Zins wird das Sparen zur Herausforderung

Heintje hatte gut lachen – in den 60er Jahren, als es noch Zinsen gab Bild: INTERFOTO

Die tiefen Zinsen reißen Lücken in die Altersversorgung. Denn der Zinseszinseffekt unterstützt nicht mehr. Noch mehr zu sparen und mit anderen Anlageformen höhere Risiken einzugehen sind mögliche Gegenmaßnahmen.

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          Kaum jemand wird bestreiten: Es war früher einfacher als heute, sein Geld nahezu risikolos anzulegen und dennoch (hohe) Zinsen zu kassieren. Und die Geschichte vom Zinseszins klingt heute wie ein Märchen. Dabei gehört sie zum Einmaleins der Geldanlage. Das Märchen vom Zinseszins geht in etwa so: Es war einmal das Sparbuch und das Festgeld. Das Sparbuch mit dreimonatiger Kündigungsfrist war noch nie der große Zinsbringer.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Aber wer sein Geld für längere Zeit fest auf der Bank anlegte, bekam deutlich höhere Zinsen. Wir erinnern uns noch gut: Zum Ende der achtziger Jahre und Anfang der neunziger Jahre etwa konnten zum Beispiel Schüler, die auf dem Sparbuch ihren ersten Tausender angespart hatten, dieses Geld vom Sparbuch nehmen und bei der gleichen Bank in einem Sparbrief zu sechs Prozent oder gar 7,5 Prozent Jahreszins für zwei Jahre fest angelegen.

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