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Keine Belege mehr nötig : So einfach ist die Steuererklärung ohne Papierkram

Künftig sollen Computer die Steuererklärungen der Deutschen überprüfen. Bild: dpa

Seit Jahresanfang müssen Steuerzahler keine Belege mehr einreichen. Die Neuregelung soll vor allem Finanzämtern helfen – aber sie macht auch den Bürgern das Leben leichter.

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          Was ist das Schlimmste an der Steuererklärung? Für viele ist sie kompliziert und raubt wertvolle Freizeit. Am meisten nerven aber die dicken Papierhaufen voller Rechnungen. Sie können viel wert sein, weil sie die Steuer mindern. Aber bis man die ganzen Belege geordnet, die Beträge addiert und an der richtigen Stelle in die Formulare eingetragen hat – da raucht der Kopf! Danach noch kopieren und ans Finanzamt schicken. Welch ein Aufwand. Den hatten bislang selbst diejenigen Bürger, die ihre Erklärung elektronisch über das Programm Elster abgeben. Auch sie mussten die Belege dann noch per Post nachreichen.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nun soll die Steuererklärung tatsächlich leichter werden, man mag es kaum glauben. Das hat noch die alte Regierung beschlossen. Demnach brauchen die Steuerzahler erstmals für die Erklärung für 2017, die bis Ende Mai fertig werden muss, die Belege nicht mehr an das Finanzamt senden. Sie müssen sie nur noch aufheben – mindestens ein Jahr lang, nachdem der Steuerbescheid rechtskräftig geworden ist. Denn der Fiskus kann auch künftig einen Beweis für die Ausgaben verlangen, wenn er glaubt, dass die Angaben nicht stimmen.

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