https://www.faz.net/-gv6-9r9qw

Stiftung Warentest : Zur Rentenberatung lieber nicht zur Rentenversicherung

  • Aktualisiert am

Darüber, was wohl drinsteht im Rentenbescheid, informieren sich künftige Rentner am besten selbständig. Bild: dpa

Die Deutsche Rentenversicherung soll Arbeitnehmer eigentlich zur Rente und privaten Vorsorge beraten. Doch diese Beratung kriegt gerade einmal die Schulnote 4. Ein Ratschlag der Stiftung Warentest spricht Bände.

          1 Min.

          Die Beratung der Deutschen Rentenversicherung zur Altersvorsorge zeigt laut Stiftung Warentest deutliche Schwächen. „Das Ergebnis hat nicht überzeugt, mehr als ein Ausreichend konnten wir nicht vergeben“, sagte Vorstand Hubertus Primus am Dienstag in Berlin. „Das muss im Interesse der 55 Millionen gesetzlich Rentenversicherten besser werden.“ 80 Tester hatten Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung aufgesucht, um sich zu ihrer Altersvorsorge beraten zu lassen.

          Rentenversicherte haben einen Anspruch darauf, sich von der gesetzlichen Rentenversicherung kostenlos zu allen Renten beraten zu lassen. Dazu gehören neben den gesetzlichen auch Riester- und Rürup-, betriebliche sowie private Rentenanwartschaften. Versicherte sollen so die Möglichkeit bekommen, ihre Renteneinkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben einzuschätzen und Auskünfte erhalten, wie sie darüber hinaus Rentenlücken schließen können.

          Es waren vor allem die Informationen zum eigenen gesetzlichen Rentenanspruch, die im Test „noch akzeptabel“ waren, wie Stiftung Warentest mitteilte. Viel zu selten ermittelten die Berater demnach aber das Gesamtrenteneinkommen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge und gaben Rat zum Ausbau der Rentenansprüche. Den Teilbereich „Lösen des Beratungsanliegens“ bewerteten die Tester deshalb mit mangelhaft.

          In 80 Beratungen bezogen nur 15 Berater alle Renten – gesetzlich, betrieblich, privat – mit in die Analyse ein, benutzten nur 15 Berater für die systematische Erfassung der Rentenansprüche den hauseigenen Analysebogen, sprachen nur 14 Berater überhaupt das Thema Rentenlücke an.

          Alternativen zur Beratung durch die Rentenversicherung gibt es allerdings kaum. Die Stiftung Warentest rät, sich vor dem Beratungstermin selbst ein Bild über die eigene Vorsorge zu machen.

          Weitere Themen

          Netflix und die anspruchsvolle Streaming-Kundschaft

          Scherbaums Börse : Netflix und die anspruchsvolle Streaming-Kundschaft

          Der Konkurrenzkampf unter den Streaming-Anbietern ist durch den Markteintritt einiger großer Mitbewerber wie Apple und Disney härter geworden. Der amerikanische Branchen-Primus Netflix hat dies im dritten Quartal bei seinen Nutzerzahlen zu spüren bekommen. Wie attraktiv bleibt die Aktie für einen langfristigen Anleger?

          Topmeldungen

          Trump-Biden-Duell : Die Latte lag zu niedrig

          Der Präsident verbreitet Verschwörungstheorien, verkauft sich als neuer Abraham Lincoln und preist sich nach 220.000 Toten als Bezwinger der Pandemie. Das soll gesittet sein?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.