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Vermögensfrage : Rendite ohne Kernkraft und Gentechnik

  • -Aktualisiert am

Muss im Depot nicht sein. In Bangladesch ist Kinderarbeit aber üblich. Bild: dpa

Mit Nachhaltigkeit können Anleger an den Börsen gut verdienen. Inzwischen gibt es sogar kostengünstige Indexfonds. Manche Fonds sind aber nur ein bisschen nachhaltig.

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          Dass Ökosiegel bisweilen nicht das halten, was sich der gutmeinende Käufer so erhofft, hat sich herumgesprochen. Und ganz offenbar halten auch die Öko- oder Ethikaufkleber, die bisweilen auf Fonds gepappt werden, nicht immer das, was der ökologisch bewegte Anleger erwartet. Es gibt da nämlich bunte Geschichten zu lesen: von Atomkraftwerken beispielsweise, die diskret aus Ökofonds ausgemustert wurden, kaum dass in Japan der Alptraum Realität geworden war; oder von Waffenherstellern, die von Fondsmanagern in ihre Fonds gepackt wurden, weil deren Produkte ja nicht zu den besonders fiesen und geächteten Waffen gehörten; oder von Ölmultis, die in Low-Carbon-Fonds, also Fonds, die auf CO2-Emissionen achten, prominent vertreten sind, oder von Unternehmen, deren Umgang mit den Menschenrechten keineswegs über jeden Zweifel erhaben ist, deren Aktien aber dennoch fröhlich Einzug in Ethikfonds hielten.

          Damit nicht genug der Irritationen. Lohnt sich eine ökologische oder ethische Vermögensanlage? Die Nachrichtenlage zu dieser Kernfrage ist verwirrend. Ja, sagen die Befürworter, man könne mit Ökoaktien mehr Geld verdienen als mit kunterbunt und ohne jeden Ökoaspekt gemischten Aktien: Die Nachhaltigen wirtschafteten verantwortungsbewusster, und das schlage sich ganz zwangsläufig auch im Ergebnis nieder. Oh nein, sagen die Skeptiker, Nachhaltigkeit werde an den Börsen nicht honoriert, da zahle man als Anleger drauf! Alle Lager sind dabei ganz gut mit Zahlen munitioniert. Was gilt?

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