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Mehrfamilienhäuser begehrt : Wohnhäuser werden schneller teurer

  • Aktualisiert am

Im Frankfurter Gallusviertel sind viele neue Wohnungen entstanden. Bild: dpa

Die Preise auf dem Wohnungsmarkt sind laut den Deutschen Pfandbriefbanken im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent gestiegen. Wohnimmobilien könnten bei anhaltender Nachfrage sogar noch teurer werden.

          Immobilien sind im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden. Während der Markt für Gewerbeimmobilien 2014 leicht an Schwung verlor, stiegen die Preise auf dem Wohnungsmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent an, wie der Verband Deutscher Pfandbriefbanken (VDP) am Montag in Berlin mitteilte. Im Vorjahr waren sie nur um 4 Prozent teurer geworden. Seit 2003 kletterten die Preise für Wohnimmobilien demnach um rund 24 Prozent.

          Das Zusammenspiel von „niedrigen Zinsen, hoher internationaler Kapitalmobilität und einer hierzulande vergleichsweise stabilen Wirtschaftsleistung“ habe dazu geführt, dass deutsche Immobilien weiterhin gesucht würden, sagte VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Bei unvermindert anhaltender Nachfrage würden die Preise „weiter anziehen“, was eine „Korrektur auf einzelnen Märkten“ zufolge haben könnte, warnte Tolckmitt.

          Besonders verteuert haben sich laut VDP die Preise für Mehrfamilienhäuser. Sie stiegen im Bundesdurchschnitt im letzten Quartal 2014 um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal an. Damit seien die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser stärker gewachsen als die Neuvertragsmieten mit einem Plus von 5,3 Prozent.

          Der gewerbliche Immobilienmarkt verlor dagegen laut VDP „leicht an Schwung“. Im letzten Quartal 2014 stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,4 Prozent. Ursächlich für den weniger starken Anstieg sei der Büroimmobilienmarkt. Im letzten Halbjahr 2014 haben sich die Preise dort demnach kaum noch verändert. „Ungebrochen hoch“ sei dagegen die Nachfrage nach Flächen in „1a-Lagen“ in den Innenstädten.

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