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Kolumne: „Frag den Mohr“ : Was tun gegen hohe Strompreise?

Die Uhr tickt: Stromzähler in Brandenburg Bild: dpa

Deutschland ist teurer Rekordhalter beim Strom. Doch nur ärgern hilft nicht. Ein schneller Rat in zwei Minuten.

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          Mittlerweile ist es amtlich. Die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist außergewöhnlich schlecht. Zumindest nach Meinung des Bundesrechnungshofes, der vergangene Woche ein miserables Zeugnis ausstellte. Strom ist zu teuer, die Versorgung nicht sicher, die Wettbewerbsfähigkeit leidet, die Akzeptanz für die Energiewende droht zu schwinden.

          Daniel Mohr
          (dmoh), Wirtschaft

          Schaut man auf die internationalen Preisvergleiche, hat der Rechnungshof recht. Deutschland ist auf der Welt auf Platz eins. Niemand muss für Strom so viel Geld ausgeben. Was also tun? Erregte Gemüter neigen dazu, die Regierung vom Hof jagen zu wollen. Das ist sicherlich eine Option, allerdings mit ungewissem Ausgang.

          Sparen, wechseln, produzieren

          Kurzfristig ergiebiger kann Mikromanagement sein. Weniger Kochen, weniger Waschen, weniger Kühlen, weniger Trocknen oder eben alles mit moderneren Geräten. Das spart zwar Strom, kostet aber zunächst viel Geld und produziert jede Menge Elektroschrott.

          Den Stromanbieter wechseln ist eine zweite Option. Einfach mal auf Vergleichsplattformen schauen, ob es auch günstiger geht. Oder beim eigenen Anbieter nach anderen Tarifen fragen. Viele stecken im teuren Grundtarif.

          Wer größer denken will, kann sein eigener Stromproduzent werden: Solaranlage aufs Dach und los geht es. Kleinanlagen gibt es schon für 1000 Euro. Über die Nutzungsdauer gerechnet, kostet die Kilowattstunde selbsterzeugten Stroms gut 10 Cent. Wer sie beim örtlichen Anbieter kaufen muss, zahlt im Schnitt 32 Cent, also je Haushalt rund 1000 Euro im Jahr.

          Die eigene Stromproduktion kann sich darum lohnen, hängt aber sehr vom eigenen Dach und der Zahl der Sonnenstunden ab, die dort drauf fallen. Es gibt auch kleinere Anlagen für den Balkon oder zur Miete. Die KfW vergibt Solar-Kredite.

          Haben Sie Fragen rund um das Thema Geld? Bitte an unseren Redakteur Daniel Mohr unter fragdenmohr@faz.de

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