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Fehler bei der Abrechnung : Vermieter kassieren oft zu hohe Nebenkosten

Wie groß die Wohnung genau ist, spielt für die Berechnung der Betriebskosten eine wichtige Rolle. Bild: ddp Images

Mieter beklagen sich über falsche Abrechnungen. Offenbar zu recht, wie eine Auswertung Tausender Unterlagen nahelegt.

          3 Min.

          Für welche Nebenkosten ein Mieter aufkommen muss, regeln der Mietvertrag und die Verordnung über Betriebskosten, in denen die umlagefähigen Kosten aufgelistet sind. Die Transparenz dieser „zweiten Miete“ ist ein Aufregerthema. Über kein anderes Thema streiten Mieter und Vermieter so erbittert, auch vor den Gerichten. Laut Deutschem Mieterbund ist jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft oder zumindest klärungsbedürftig. Dass die Quote deutlich höher liegen könnte und Wohnungskonzerne sowie Privatvermieter möglicherweise bis zu fünf Millionen Euro im Jahr zu viel kassieren, zeigt eine Analyse Tausender Abrechnungen aus fünf deutschen Großstädten. In 73 Prozent aller Fälle konnte das Berliner Start-up Mineko Fehler nachweisen. Im Schnitt waren die falschen Abrechnungen um 248 Euro zu hoch, heißt es in der Analyse, die der F.A.Z. vorab vorliegt.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das 2014 gegründete Legaltech, das im Auftrag von Mietern gegen fehlerhafte Abrechnungen vorgeht, hat insgesamt 8724 Abrechnungen aus den vergangenen zwei Jahren ausgewählt. Davon wurden knapp 52 Prozent von privaten Vermietern erstellt, der Rest stammt aus der Feder professioneller Hausverwaltungen. Die Informationen für die Big-Data-Analyse lieferten Mieter, die schon zuvor Fehler in den Abrechnungen vermutet hatten. Eigenen Angaben zufolge hat Mineko mehr als 10000 Abrechnungen überprüft – im Durchschnitt sparte das jeden Kunden 221 Euro.

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