https://www.faz.net/-hbv-9oe7u

Boom hält an : So stark steigen die Immobilienpreise weiter an

  • Aktualisiert am

Eine von unzähligen: Suchanzeige für eine bezahlbare Wohnung an einem Schwarzen Brett in der Frankfurter Goethe-Universität. Bild: dpa

Die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen sind im ersten Quartal des Jahres überall in Deutschland weiter kräftig gestiegen. In sieben Städten ist der Anstieg besonders heftig.

          Die Preise für Wohnimmobilien haben zu Jahresbeginn auf breiter Front weiter angezogen. Sie lagen im ersten Quartal durchschnittlich um fünf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte.

          Demnach kletterten die Preise sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen. Der Anstieg in den sieben größten Metropolen war mit 8,6 Prozent für Eigentumswohnungen und 6,9 Prozent für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders stark. In von der Bevölkerungsstruktur her stärker verdichteten ländlichen Kreisen fiel der Preisanstieg geringer aus: Wohnungen verteuerten sich um 1,7 Prozent, Häuser um 4,3 Prozent.

          Seit Ende 2015 haben die Preise für Wohnimmobilien bundesweit um 22 Prozent angezogen. Eine überdurchschnittlich starke Preisdynamik hatten mit einem Anstieg von 40,8 Prozent Eigentumswohnungen in den Metropolen. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich in den größten sieben Städten um 36,4 Prozent. In anderen Großstädten und außerhalb der Ballungsräume nahmen die Preise laut Statistischem Bundesamt seit 2015 ebenfalls deutlich zu.

          Als eine Triebfeder für die Flucht in Betongold gilt die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die Bundesbank warnt schon seit längerem vor kräftigen Übertreibungen bei den Immobilienpreisen in deutschen Städten – insbesondere in den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart.

          Weitere Themen

          IWF findet Dollarkurs viel zu hoch

          Währungsstreit : IWF findet Dollarkurs viel zu hoch

          Aus Sicht des Weltwährungsfonds ist die amerikanische Währung zu teuer. Trotzdem exportiere Deutschland immer noch viel zu billig. Diese Kritik führt auch Präsident Trump immer wieder ins Feld.

          Topmeldungen

          Missbrauchsfall Lügde : Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

          Der Mann soll nicht direkt an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein, sondern per Webcam zugeschaltet. Ein Gutachter hatte ihn für voll schuldfähig erklärt. Die Vorsitzende Richterin nannte die Taten „schäbig und menschenverachtend“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.