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Vorsorge : Keine Traumimmobilie gleicht der anderen

Vor dem Kauf: Interessenten in einem Neubau Bild: Getty

Vor allem ältere Käufer wollen schöner wohnen, aber auch schon für später vorsorgen. In welchem Alter ist der Immobilienkauf am wahrscheinlichsten?

          Mit einem eigenen Heim sind viele Wünsche verbunden. Dabei sind die Vorstellungen so verschieden wie die Wohnungen oder Häuser selbst. Gleichwohl ähneln sich freilich die Vorhaben und Träume innerhalb der verschiedenen Generationen, denn die Ansichten und Bedürfnisse verändern sich mit der Zeit. So möchte sich zum Beispiel die Generation 45 plus ihre Wünsche nach einer schöneren und größeren Wohnung erfüllen, denkt gleichwohl freilich zugleich schon viel stärker an das Leben im Alter als jüngere Kaufinteressenten. Für diese wiederum stehen die Familienplanung und mehr Platz bei dem Wunsch nach einer Immobilie im Vordergrund. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der PSD Bank Nord eG.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Wann ist der Kauf einer Immobilie am wahrscheinlichsten? Der Entschluss für Wohneigentum wird nach den Ergebnissen der Umfrage vor allem im Alter zwischen 25 und 45 Jahren getroffen. Dennoch plant derzeit auch in der Altersgruppe der 45- bis 55-Jährigen fast jeder Zehnte, sich eine Eigentumswohnung zu kaufen oder sogar noch ein Haus zu bauen, um für das Alter vorzusorgen oder eine krisensichere Anlage zu besitzen. Viele Menschen in diesem Alter hätten sich einen gewissen finanziellen Rückhalt erarbeitet, mit dem sie sich langgehegte Wohnträume erfüllen können, sagt Dieter Jurgeit, Vorsitzender der PSD Bank Nord eG. Doch die Ansprüche steigen in der Regel mit der Zeit und das nicht nur mit Blick auf das Wohnumfeld. Daher ist denn auch in keiner anderen Altersgruppe der Umfrage der Wunsch nach einer Verbesserung größer. Denn jeder Dritte im Alter von 45 bis 55 Jahren will demnach in einer schöneren oder größeren Wohnung leben. Im Durchschnitt aller Befragten sieht dies nur jeder Fünfte so.

          Die Deutschen zeigen sich in der Umfrage fortschrittlich. Zwei Dritteln aller Bundesbürger ist es demnach im Durchschnitt wichtig, in einer Wohnung mit einer intelligenten technischen Ausstattung zu leben. Ähnlich viele wollen in einem Haus leben, das sich den individuellen Bedürfnissen anpassen lässt. Und auch wenn der Ölpreis inzwischen günstiger geworden ist als noch vor einigen Jahren, legen 86 Prozent der Befragten Wert auf eine energiesparende Bauweise.

          In der Generation 45 plus wird das eigene Heim in erster Linie als Altersvorsorgeobjekt gesehen – dieser Ansicht sind im Durchschnitt rund 70 Prozent der älteren Befragten. Daneben wertet jeder Zweite dieses Alters eine Immobilie als einen sichere Anlage im Fall von Krisen. In den jüngeren Generationen hingegen stehen Themen wie Unabhängigkeit vom Vermieter weit vorne. Ältere Immobilieninteressenten wiederum legen der Umfrage zufolge eher Wert auf finanzielle Flexibilität und Spielräume, sei es durch Sondertilgungen oder die Möglichkeit einer Volltilgung während der Laufzeit, um die Schulden schneller abbauen zu können. Doch davon träumt auch in Zeiten historisch niedriger Zinsen wohl fast jeder Häuslebauer. Befragt wurden 1000 Deutsche im Alter von 18 Jahren an.

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