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Kaufen oder mieten? : Wann sich ein Immobilienkauf wirklich lohnt

Ein Schild mit der Aufschrift „Wohnung zu verkaufen“ vor einem Mehrparteienhaus in Nürnberg (Bayern) Bild: dpa

Das eigene Haus ist auch heute noch Wunsch vieler Deutscher. Doch besonders in Metropolen und Ferienregionen steigen die Immobilienpreise. Ist Mieten also die bessere Alternative?

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          Auch wenn sich viele nach den eigenen vier Wänden sehnen, muss die Vernunft diesem Wunsch leider oft widersprechen. Häufig fehlen die nötigen finanziellen Mittel oder gute Gelegenheiten. Und in manchen Fällen kann es sich wegen der schon hohen Immobilienpreise viel eher lohnen, doch nur zur Miete zu leben statt zu kaufen. Das niedrige Zinsniveau ist aber oft das Zünglein an der Waage, um den Kauf attraktiver zu machen.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          „Trotz der hierzulande weithin schon deutlich gestiegenen Preise für Immobilien ist der Kauf durch den niedrigen Hypothekenzins in der Regel noch immer attraktiver als Mieten – vorausgesetzt, die Wohnung oder das Haus wird selbst genutzt“, sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Das gelte selbst dann, wenn kaum Eigenkapital vorhanden sei und fast alles finanziert werden müsse. Herbst macht eine Rechnung auf: Koste eine Immobilie 400.000 Euro, betrage die Rate monatlich 1700 Euro – mit 15 Jahre festen Zinsen von 2,2 Prozent und einer Tilgung von 3 Prozent. Darin enthalten sei ein Zinsanteil von rund 750 Euro, der Monat für Monat einfach weg sei, während jeder Euro mehr an Tilgung die Schulden reduziere. Diesen Teil der Rate könne man mit der Miete vergleichen, denn sie ist wie auch der Zins verloren.

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