https://www.faz.net/-hbv-9jpgc

Hohe Nachfrage : „Immobilienboom wird langsam auslaufen“

Der Immobilienboom in Deutschland dürfte langsam auslaufen. Bild: dpa

Das rauher werdende weltwirtschaftliche Klima wirkt sich auf den deutschen Immobilienmarkt aus. Das sagt der Verband der deutschen Pfandbriefbanken und gibt eine Prognose ab.

          In Deutschland dürfte die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt zurückgehen. „Die spannende Frage ist, wie lange dieser nun neunjährige Anstieg der Preise noch anhalten wird und ob er abrupt endet oder langsam ausläuft“, heißt es in einem Bericht des Verbands zur Entwicklung des deutschen Immobilienmarkts im vergangenen Jahr. „Nimmt man die Entwicklung der vergangenen Quartale als Maßstab, so scheint aktuell eher letzteres der Fall zu sein.“

          Nach den Berechnungen des Verbands sind die Immobilienpreise im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 8 Prozent gestiegen, allerdings ließ das Wachstumstempo im Laufe des Jahres nach. Waren die Preise im ersten Quartal 2018 noch um 8,8 Prozent gestiegen, so belief sich der Zuwachs im vierten Quartal nur noch auf 7,6 Prozent.

          Hierfür ist in erster Linie eine Verlangsamung des Preisanstiegs für Gewerbeimmobilien verantwortlich, für den der Verband „das rauher werdende weltwirtschaftliche Klima und die damit einhergehende, nachlassende Nachfrage nach Exporten“ als Ursache nennt. „Andererseits sorgt die weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften für steigende Löhne“, beobachtet der Verband, der dies zusammen mit den niedrigen Zinsen als einen wichtigen Grund für den weiterhin starken Preisauftrieb bei Wohnimmobilien nennt. Hier legten die Preise im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent zu.

          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln und somit zur ganzen Vielfalt von FAZ.NET – für nur 2,95 Euro pro Woche

          Mehr erfahren

          Weitere Themen

          Herbe Enttäuschung von Netflix

          Konkurrenz lauert : Herbe Enttäuschung von Netflix

          Der Videodienst gewinnt weniger Kunden als erwartet. Auf seinem Heimatmarkt schrumpfen die Abonnentenzahlen sogar. Die Aktie verliert deutlich an Wert, denn die Sorgen werden auch in Zukunft nicht weniger.

          Topmeldungen

          Boris Johnson und die EU : Trotz allem – Partner

          In Brüssel hat man Boris Johnson in unangenehmer Erinnerung behalten. Dennoch sollten die „Europäer“ ihm, wo immer möglich, die Hand reichen – nur zu einem nicht.
          Laut Sebastian Kurz habe es sich bei der Datenvernichtung um einen „normalen Vorgang“ gehandelt.

          Datenträger geschreddert : Kurz und der Reißwolf

          Der damalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ließ nach dem Platzen der Koalition mit der rechten FPÖ durch einen Mitarbeiter inkognito Daten vernichten. Warum?

          Greta Thunberg in Paris : Macrons Worte sind ihr zu wenig

          Für ihre kurze Rede erhält die Klimaaktivistin in der französischen Nationalversammlung viel Applaus, besonders aus Macrons Partei – obwohl Thunberg den Präsidenten zuvor kritisiert hat.
          Aufhören, wenn’s am schönsten ist Nach dem Pokalsieg 2018 verließ Boateng die Eintracht.

          Eintracht Frankfurt : Chance und Risiko der Boateng-Rückkehr

          Nach den Abgängen von Luka Jovic und Sébastien Haller sucht Frankfurt einen neuen Stürmer. Kommt Kevin-Prince Boateng tatsächlich zurück zur Eintracht? Eine Neuauflage der alten Liebe wäre ein Wagnis.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.