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Hohe Nachfrage : „Immobilienboom wird langsam auslaufen“

Der Immobilienboom in Deutschland dürfte langsam auslaufen. Bild: dpa

Das rauher werdende weltwirtschaftliche Klima wirkt sich auf den deutschen Immobilienmarkt aus. Das sagt der Verband der deutschen Pfandbriefbanken und gibt eine Prognose ab.

          In Deutschland dürfte die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt zurückgehen. „Die spannende Frage ist, wie lange dieser nun neunjährige Anstieg der Preise noch anhalten wird und ob er abrupt endet oder langsam ausläuft“, heißt es in einem Bericht des Verbands zur Entwicklung des deutschen Immobilienmarkts im vergangenen Jahr. „Nimmt man die Entwicklung der vergangenen Quartale als Maßstab, so scheint aktuell eher letzteres der Fall zu sein.“

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Nach den Berechnungen des Verbands sind die Immobilienpreise im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 8 Prozent gestiegen, allerdings ließ das Wachstumstempo im Laufe des Jahres nach. Waren die Preise im ersten Quartal 2018 noch um 8,8 Prozent gestiegen, so belief sich der Zuwachs im vierten Quartal nur noch auf 7,6 Prozent.

          Hierfür ist in erster Linie eine Verlangsamung des Preisanstiegs für Gewerbeimmobilien verantwortlich, für den der Verband „das rauher werdende weltwirtschaftliche Klima und die damit einhergehende, nachlassende Nachfrage nach Exporten“ als Ursache nennt. „Andererseits sorgt die weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften für steigende Löhne“, beobachtet der Verband, der dies zusammen mit den niedrigen Zinsen als einen wichtigen Grund für den weiterhin starken Preisauftrieb bei Wohnimmobilien nennt. Hier legten die Preise im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent zu.

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