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Immobilien als Geldanlage : Wann ein Bausparvertrag Unfug ist

Begehrte Lage: In Großstädten ziehen die Immobilienpreise immer weiter an. Bild: dpa

Viele Anleger schließen aus Angst vor steigenden Zinsen einen Bausparvertrag ab. Unser Finanzexperte Volker Looman mahnt: Vor allem in Kombination mit Festkrediten ist Vorsicht geboten.

          5 Min.

          Bei meinen „Wanderungen“ durch die Vermögen privater Anleger stoße ich häufig auf Festdarlehen, die mithilfe von Bausparverträgen getilgt werden sollen. Da kann ich mir, neugierig, wie ich bin, nur selten die Frage verkneifen, warum diese Verträge abgeschlossen worden sind. Die meisten Leute antworten mit einem verlegenen Lächeln, dass sie mir das auch nicht sagen könnten. Das ist doch merkwürdig, meine Damen, oder finden Sie das normal, meine Herren, einfach einen Vertrag abzuschließen und nicht zu wissen, wofür die Sache dient? Vielleicht können Sie mir ja schildern, welchen praktischen Nährwert der Bausparvertrag in folgendem Fall hat.

          Volker Looman
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Die Anlegerin ist 50 Jahre alt und hat vor fünf Jahren in Stuttgart eine kleine Wohnung gekauft, die sie für 1700 Euro im Monat an einen Beamten vermietet. Die Immobilie hat 650.000 Euro gekostet. Die Dame hatte 150.000 Euro in der Tasche, sodass eine Hypothek von 500.000 Euro notwendig war. Die Bank hat der Frau ein Festdarlehen verkauft, das in fünf Jahren durch den Kredit einer Bausparkasse abgelöst werden soll. Der Nominalzins der Hypothek beträgt 0,96 Prozent im Jahr. Folglich betragen die monatlichen Zinsraten 400 Euro.

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