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Wohnung als Geldanlage : Geringe Zinsen treiben Anleger in Immobilien

  • Aktualisiert am

Häuser mit Eigentums-Luxuswohnungen in Volkspark Friedrichshain in Berlin Bild: dpa

Die Zinsen sind niedrig, Aktien sind vielen zu riskant. Immer mehr Anleger stecken deshalb ihr Geld in Immobilien: Wohnungen in Hamburg und Frankfurt bleiben beliebt, kleiner Städte wie Leipzig und Münster holen aber auf.

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          Angesichts niedriger Zinsen fließt in Deutschland immer mehr Geld in den Immobilienmarkt. Im vergangenen Jahr wechselten Häuser und Grundstücke für 190 Milliarden Euro den Besitzer, wie sich aus Schätzungen der amtlichen Gutachterausschüsse ergibt. „Der allgemeine Trend setzt sich fort, sowohl was die Preise betrifft als auch die Umsätze“, sagte Peter Ache, der Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, der Deutschen Presse-Agentur. Der Umsatz mit Immobilien wäre damit seit 2009 um knapp die Hälfte gewachsen.

          Regional sei die Entwicklung aber sehr unterschiedlich. Wo Menschen eher fortziehen, sei vom Boom nichts zu spüren. „Es gibt ganz offensichtlich Trendstätten, Städte wie Leipzig und Berlin, auch kleinere wie Münster. Sie wachsen weiter.“ Auch Frankfurt und Hamburg zählt er dazu. Einige Gutachterausschüsse in Großstädten beobachteten, dass sich die Preise in den besseren Lagen nicht mehr so stark stiegen. Dafür zogen die mittleren Lagen nach.

          Ihren bundesweiten Bericht für 2013 und 2014 wollen die Gutachter im Dezember vorstellen. Volkswirtschaftliche Risiken sehen sie im Immobilienboom bislang nicht. „Es ist nach wie vor so, dass von einer Immobilienblase im Sinne einer großen Gefahr, die ins Haus steht, nichts zu spüren ist.“

          Der Arbeitskreis trägt die Ergebnisse auf Grundlage der tatsächlichen Kaufverträge zusammen. Er hatte 2007 begonnen, bundesweit die Umsätze zu erheben. Damals lag er bei 174 Milliarden Euro und sank dann zur Zeit der Finanzkrise 2008/2009 auf 130 Milliarden Euro. Seitdem geht es stetig bergauf.

          Das gilt auch für den Wohnungsbau. 2014 wurde nach Zahlen des Statistischen Bundesamts der Bau von 284 900 neuen Wohnungen genehmigt, so viele wie seit 2003 nicht mehr. Vor 20 Jahren waren es jedoch auch schon mal mehr als 700.000 gewesen.

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