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Ferienimmobilien : Sonnenträume für Urlauber in Florida

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Bild: Archiv

Wenn sich Deutsche in Amerika eine Ferienwohnung kaufen, dann meistens im Bundesstaat Florida. Aber der Weg in die Sonne kommt mit Fallstricken.

          5 Min.

          Die Schweizerin Esther Maisch hat ihrer Immobilienfirma einen Namen gegeben, der nicht nach Hausverwaltung klingt, aber für ihre Wahlheimat Florida dennoch sehr gut passt: Sunny Dreams Factory - Fabrik der sonnigen Träume. Sonnenschein ist das große Thema von Florida. Schon auf den Nummernschildern seiner Autos weist sich der südöstliche amerikanische Bundesstaat als „Sunshine State“ aus.

          Norbert Kuls
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Für Europäer und gerade für Deutsche besitzt das eine hohe Anziehungskraft. „Florida ist mit Abstand das beliebteste Reiseziel für Deutsche“, sagt Maisch, die 1999 mit ihrem Mann nach Florida ausgewandert war. Es gibt an der Westküste des Bundesstaats sogar eine deutsche Enklave, Cape Coral, in der jedes Jahr ein Oktoberfest stattfindet.

          Nummer drei nach Mallorca und Tirol

          Amerika hat zwar noch andere schöne Plätze, um Ferien zu machen. New York hat die Hamptons, eine Reihe von Kleinstädten auf Long Island im Osten der Stadt. Massachusetts hat die Insel Martha’s Vineyard, wo Präsident Barack Obama mit seiner Familie entspannt. Auch Kalifornien ist für Strände bekannt.

          Aber Florida war im vergangenen Jahr knapp hinter New York die von internationalen Touristen am zweitstärksten frequentierte amerikanische Region, meldet das Handelsministerium. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Urlauber nach ein paar Reisen überlegen, in Florida ein Ferienhaus zu kaufen. Nach einer aktuellen Umfrage des Ferienwohnungsvermittlers FeWo-direkt und des Immobilienmaklers Engel & Völkers unter deutschen Ferienhausbesitzern liegen fast alle amerikanischen Objekte - 96,3 Prozent - in Florida. Nach Mallorca und Tirol ist Florida unter Deutschen die drittbeliebteste Ferienregion im Ausland.

          Florida ist billiger

          Maklerin Maisch, die sich auf Kunden aus dem deutschsprachigen Raum konzentriert, hatte selbst 1992 mit ihrem Mann ein Ferienhaus mit Swimmingpool gekauft - noch bevor sie an Auswanderung dachte. Die Gründe für die Beliebtheit von Florida sind mannigfaltig: Die Flüge von Europa sind im Vergleich zu Kalifornien deutlich kürzer und billiger. Für Familien gibt es Attraktionen wie die Freizeitparks Disney World und Universal Studios in Orlando oder Busch Gardens in Tampa.

          Das Klima ist sehr ausgeglichen. Auch im Winter fallen die Temperaturen nicht unter 15 Grad Celsius. Und der Geldbeutel von Kaufinteressenten wird auch nicht so stark belastet wie bei Immobilienkäufen im Nordosten oder in Kalifornien. „Bei uns bekommen Sie ein schönes, neues Einfamilienhaus mit 200 Quadratmetern Wohnfläche und Swimmingpool in begehrter Lage für 300.000 Dollar. In Kalifornien würde ein vergleichbares Haus um die 900.000 Dollar kosten - schöne Aussicht oder gute Lage nicht inbegriffen“, sagt Maisch.

          Auch gegenüber Europa wirkt Florida günstig. Nach Angaben von FeWo-direkt belief sich der durchschnittliche Preis je Quadratmeter Wohnfläche in Florida in den vergangenen vier Jahren auf 1252 Euro - Ferienwohnungen in Deutschland sind doppelt so teuer. Nur Schweden war mit 857 Euro je Quadratmeter noch günstiger als Florida.

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