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Neue Regeln : Das ändert sich für Bauherren ab 1. Januar

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Bauherren haben ab sofort mehr Zeit, ihren Vertrag noch einmal zu überdenken. Bild: dpa

Mehr Zeit für Widerruf, detaillierter Überblick über Leistungen, möglicher Schadenersatz: Hausbauer profitieren in diesem Jahr von neuen Gesetzen. Ein Überblick.

          Wer ein Haus baut, der geht finanziell oft bis an die Grenze des Machbaren. Eine Kostensteigerung wegen verlängerter Bauzeit oder wegen eines geplatzten Förderkredits kann da schnell zum Scheitern führen. Ab 1. Januar genießen Bauherren deshalb mehr Schutz. Auch für Handwerker sind Verbesserungen in Sicht.

          Widerruf und Kündigung

          Hausbauer können Architekten- und Bauverträge binnen 14 Tagen nach Vertragsschluss widerrufen. So haben sie die Möglichkeit, ihre meist mit hohen finanziellen Belastungen einhergehende Entscheidung noch einmal zu überdenken. Bei nicht vertragsgemäßer Leistung eines Unternehmens dürfen Käufer einen Teil der Abschlagszahlung einbehalten. „Aus wichtigem Grund“ können beide Vertragsparteien einen Bauvertrag kündigen.

          Detaillierte Beschreibungen

          Unternehmen müssen privaten Bauherren beim Abschluss von Bauverträgen detaillierte Baubeschreibungen aushändigen, mit Angaben zu Art und Umfang der Leistungen, zu Gebäudedaten und Raumplänen, eventuell auch zum Innenausbau bis hin zu Sanitärobjekten, Armaturen und Elektroanlage. Die Bauherren sollen so einen genauen Überblick über die angebotenen Leistungen bekommen und Angebote besser vergleichen können. Auch Änderungen können Bauherren so besser durchsetzen.

          In dieser Baubeschreibung muss das Unternehmen auch angeben, wann sie fertig sein wird oder wie lange der Bau dauern wird. Verstößt sie dagegen, muss sie Schadenersatz zahlen, etwa für die dann länger fällige Miete.

          Mängelhaftung

          Handwerker, die ohne es zu wissen mangelhaftes Baumaterial verwendet haben, müssen den Ausbau und den Einbau von neuem Material nicht mehr allein bezahlen. Sie können die Kosten an den Verkäufer des Materials abwälzen. Der wiederum kann den Hersteller haftbar machen.

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