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Europatrend : Corona macht Wohneigentum weniger erschwinglich

In Portugals Hauptstadt Lissabon sind Mieten fast unbezahlbar. Bild: dpa

Selbst wenn in der Corona-Krise die Immobilienpreise in Europa sinken, werden sie per saldo weniger bezahlbar, heißt es von der Rating-Agentur Moody’s. Vor allem Jüngere und Einkommensschwache trifft dies.

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          Die Corona-Pandemie hat die Wohnsituation der Europäer nach einer Analyse der Ratingagentur Moody’s Investors Service verschlechtert. Wohneigentum werde vor allem für Junge und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen noch weniger bezahlbar. Zwar sänken die Häuserpreise, gleichzeitig aber auch Haushaltseinkommen, und die Verfügbarkeit von Immobilienkrediten verschlechtere sich. Die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen seien vorzugsweise in Branchen tätig, die von der Pandemie besonders betroffen seien, also etwa in Handel, Gastronomie und Tourismus. Daher sei die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsplatzverlusts hier größer.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Möglichkeiten des Eigenheimerwerbs hätten sich in Europa schon vor der Pandemie verschlechtert, weil die Eigenkapitalanforderungen deutlich gestiegen waren. Seit 2016 seien etwa in Amsterdam die Kosten einer 70-Quadratmeter-Wohnung vom knapp 15-fachen des durchschnittlichen verfügbaren Einkommens auf mehr als das 20-fache gestiegen, in Paris vom rund 19-fachen auf das 23-fache, in Frankfurt von etwa dem 13- auf das rund 16-fache. Dadurch werde der Bedarf an Sozialwohnungen steigen und Mietenregulierungen zunehmen.

          Zudem dürfte sich die Wohnraumnachfrage von innerstädtischen Lagen in die Vororte verlagern, da coronabedingte Telearbeit beibehalten werde. Auch die Mietausgaben als Anteil des Durchschnittseinkommens sind vielerorts gewachsen. Doch während diese Kennziffer in Berlin bei wenig mehr als 20 Prozent liegt, sind es in Dublin mehr als 70 und in Lissabon sogar mehr als 90 Prozent.

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