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Wohnungsbau boomt : Bauwirtschaft gibt höhere Preise weiter

  • Aktualisiert am

In Deutschland wird immer mehr gebaut, doch es reicht noch immer nicht. Bild: dpa

Die Bauwirtschaft wächst kräftig. Denn in vielen deutschen Städten wird so viel gebaut, dass kein Stein auf dem anderen zu bleiben scheint. Vor allem der Wohnungsbau zieht an. Trotzdem ist das alles noch nicht genug.

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          Der Bauboom in Deutschland hat sich nochmals verstärkt. Die Branche erhöhte ihre Jahresprognose am Mittwoch auf ein Umsatzwachstum von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu Jahresbeginn hatte die Bauwirtschaft für 2018 lediglich mit 4,0 Prozent Plus gerechnet. „Es liegt vor allem am Wohnungsbau, der nach wie vor zieht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, am Mittwoch in Berlin. Gut zwei Drittel des Wachstums, etwa 4 Prozentpunkte der 5,5 Prozent, kämen jedoch durch die Weitergabe höherer Material- und Lohnkosten an die Endkunden zustande.

          Das Baugewerbe erwartet, dass in diesem Jahr etwa 300.000 Wohnungen fertiggestellt werden, davon 138.000 in Mehrfamilienhäusern, und im nächsten Jahr 315.000. Damit werde das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel von 375.000 neuen Wohnungen jährlich nicht erreicht. Das sei unter den derzeitigen Bedingungen auch nicht möglich, sagte Pakleppa.

          Er setzte sich abermals dafür ein, die steuerliche Abschreibung für Wohngebäude dauerhaft von 2 auf 3 Prozent zu erhöhen. Die von der Bundesregierung jetzt geplante begrenzte Sonderabschreibung werde den Bau von Mehrfamilienhäusern zunächst unterstützen, setze aber „die zeitlichen Vorgaben zu eng“, um länger wirken zu können. Vorgesehen ist eine Abschreibung von 5 Prozent jährlich über einen Zeitraum von vier Jahren. Der Bauantrag muss bis spätestens Ende 2021 gestellt sein. Am 21. September treffen sich Vertreter der Bauwirtschaft zu einem „Wohngipfel“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bauminister Host Seehofer.

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