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Nach Kunstdiebstahl in Dresden : Kunst und Schmuck richtig versichern

Am Grünen Gewölbe in Dresden nehmen Polizisten den Weg der Einbrecher durch ein Gitterfenster in Augenschein. Bild: dpa

Der spektakuläre Kunstdiebstahl in Dresden wirft die Frage nach Absicherung neu auf. In Deutschland bieten nur wenige Versicherer solche Spezialpolicen an. Worauf es ankommt, berichten Fachleute.

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          Seitdem Diebe millionenschwere Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden entwendet haben, redet das Land wieder über die Sicherheit von Kunstgegenständen in öffentlichen Gebäuden. Als öffentliche Häuser wollten Museen selbstverständlich auch das Publikum ansprechen, sagte der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Eckart Köhne, am Dienstag. „Wir sind eben kein Banksafe. Und das bringt ein gewisses Risiko mit sich.“ Und mit dieser Einschätzung sind Kunst und Schmuck sofort ein Thema für den Finanzteil einer Zeitung, denn Versicherer bewerten Risiken, geben Empfehlungen zur sicheren Aufbewahrung und leiten davon eine Prämie für den Schutz von Wertgegenständen ab.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Im Fall der wertvollen Dresdner Juwelen ist das allerdings ein wenig anders. Denn das Gewölbe im Residenzschloss gegenüber dem Zwinger in der Altstadt der sächsischen Landeshauptstadt ist ein staatliches Museum. Nach allem, was man aus der Branche hört, greift in diesem Fall eine Staatshaftung. Doch wie soll man nachträglich Objekte bewerten, die nun in den Händen Unbekannter liegen? „Mit der Staatshaftung können Nachteile verbunden sein“, sagt Alina Sucker-Kastl, die für den Spezialversicherer Hiscox Kunstpolicen zeichnet.

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