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Künftige Prämien : Beitragssprünge schrecken Krankenversicherte

Hohe Nachfrage, hohe Kosten: Wartezimmer einer Arztpraxis in Brandenburg Bild: dpa

Regelmäßig vor dem Jahreswechsel informieren private Krankenversicherer ihre Kunden über die künftigen Prämien. Die Kosten für einige Tarife steigen stark an.

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          Für Verbraucher lassen sich diese Daten schwer miteinander in Einklang bringen: Statistisch betrachtet sind die Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung seit 2009 geringer als in der gesetzlichen. Gleichzeitig muss ein 1959 geborener Kunde der Bayerischen Beamtenkrankenkasse zum Jahreswechsel einen Prämienanstieg von 151 Euro auf 805,82 Euro hinnehmen. Das individuelle Erleben passt nicht zur statistischen Evidenz. Und bei neun Millionen Privatversicherten gibt es einige Verbraucher, denen das so geht.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Für Javier Garcia ist dies das tägliche Geschäft. Der Versicherungsmakler aus Bad Oeynhausen bei Bielefeld ist auf den Tarifwechsel spezialisiert. Seitdem die Versicherer ihre Briefe an die Kunden verschickt haben, hatte er einiges zu tun: ein 1962 geborener Kunde, der beim Münchener Verein künftig 795 statt vorher 673 Euro bezahlen muss, ein Versicherter, Jahrgang 1961, den die Universa um 820 statt 734 Euro bittet, und der prozentual bemerkenswerte Sprung des Beitrags eines Axa-Kunden, der 1971 geboren wurde und der mit 483 Euro 103 Euro mehr zahlen wird. Das sind Einzelbeispiele, aber anders als in der Statistik der Versicherer gehen nicht die Neugeschäftsbeiträge ein, sondern Zahlen langjähriger Bestandsversicherter, an deren Veröffentlichung die Gesellschaften kein Interesse haben, betont Garcia.

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