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Kapitalbasierte Altersvorsorge : Mit Aktien zur sicheren Rente

  • -Aktualisiert am

Mit steigenden Kursen in den Ruhestand Bild: Foto Nina Simon

Wie kann die gesetzliche Rente bezahlbar bleiben? Ein Weg: Sie legt ihr Geld in Aktien an. Das ist weniger riskant, als viele denken. Ein Gastbeitrag.

          5 Min.

          Bundestagswahlkampf bedeutet auch immer Hoheitskampf in Sachen Rente. Das ist auch diesmal nicht anders. Rund 300-mal taucht der Begriff „Rente“ in den Wahlprogrammen der Bundestagsparteien auf. Besonders eifrig ist Die Linke, mit über einem Drittel der Nennungen. Am sparsamsten sind die Grünen, die sich mit dem Zwanzigstel begnügen. Wie die gesetzliche Rente langfristig gerettet werden kann, ist in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsministeriums nachzulesen. Eine zentrale Empfehlung ist die Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, um das Verhältnis von Ein- und Auszahlungszeiten nicht weiter aus dem Ruder laufen zu lassen. Rente mit 68 von 2042 an lautet der konkrete Vorschlag. Keinesfalls abwegig, bedenkt man, dass unsere Lebenserwartung im Schnitt alle acht Jahre um ein Jahr steigt. Wie gerade in Wahlkampfzeiten nicht anders zu erwarten, wurde der Vorschlag auf breiter politischer Front abgebügelt.

          Wenn das Renteneintrittsalter tabu ist, verbleiben drei weitere Stellschrauben: mehr Steuerzuschüsse, Absenken des Rentenniveaus oder Erhöhung der Rentenbeiträge. Bei der ersten Option gibt es nur geringen Spielraum. Mit einem Zuschuss von rund 100 Milliarden Euro sind schon jetzt 40 Prozent der gesetzlichen Rentenzahlungen steuerfinanziert. Sollte es bei einem Weiter-wie-bisher bleiben, werden laut Beirat im Jahr 2060 „mehr als 60 Prozent des Bundeshaushalts in die Rente fließen müssen“. Die zweite Option ist keine. Zu viele Rentenempfänger würden in die Nähe von Hartz IV rücken. Ein Anziehen der dritten Stellschraube führt aufgrund der demographischen Gegebenheiten in nicht allzu weiter Ferne zu einer starken Erhöhung der Beitragssätze und damit zu Nettolohnkürzungen und zu einem beschäftigungsfeindlichen Anstieg der Lohnnebenkosten.

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