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Umfrage : Die Jugend will mehr über Finanzen lernen

Einen Smartphone-Vertrag abschließen: Das trauen sich die meisten noch zu. Bild: Picture-Alliance

Jugendliche bescheinigen sich selbst nur kleines Wissen über Geld. Anders wäre es ihnen lieber.

          Die Jugend kennt sich nicht gut mit dem Thema Finanzen aus – das zeigt eine Umfrage unter gut 1000 Personen zwischen 16 und 25 Jahren; sie wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Schufa Holding AG durchgeführt. Danach verfügen nur 8 Prozent über gute bis sehr gute Kompetenzen. Mangelhaft oder ungenügend schätzt ein Viertel der Befragten das eigene Finanzwissen ein.

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Die Umfrageteilnehmer sollten ihre Kenntnisse mit Schulnoten bewerten. Wenig Schwierigkeiten haben sie offensichtlich, wenn sie einen Mobilfunkvertrag abschließen oder ein Girokonto eröffnen: Darin bewerten sie sich im Schnitt mit 2,3 und 2,4. Bei den Themen Kreditaufnahme und Altersversorge geben sie sich hingegen nur eine Vier – ihre Unsicherheit steigt mit der Komplexität des Themas.

          90 Prozent wollen mehr Finanzunterricht

          Wenn die Jugendlichen Fragen zum Thema Finanzen haben, wenden sie sich meistens an ihre Eltern. Mit etwas Abstand folgen als Informationsquellen Banken und Medien. Allerdings offenbaren Eltern – auch sie wurden befragt –, selbst nicht viel über Finanzen zu wissen. Nur 13 Prozent schätzen ihre Kompetenzen als sehr gut oder gut ein. Entsprechend wünscht sich die weit überwiegende Mehrheit der jungen Befragten, rund 90 Prozent, mehr Finanzunterricht in der Schule.

          Die Umfrage zeigt auch, dass junge Leute überwiegend mit Geld umgehen können. 82 Prozent geben an, mit ihrem monatlichen Einkommen gut auszukommen. Das haben sie wohl auch von ihren Eltern gelernt, denn 90 Prozent stimmen der Aussage zu „Meine Eltern haben mir beigebracht, dass Sparen wichtig ist“.

          30 Prozent der Befragten haben weniger als 100 Euro im Monat zur Verfügung, 42 Prozent zwischen 100 und 499 Euro und 23 Prozent 500 Euro oder mehr. Gut die Hälfte bekommt Taschengeld, 42 Prozent üben einen regelmäßigen Nebenjob aus, 26 Prozent sind erwerbstätig. In ihrem Zahlungsverhalten seien die jungen Leute eher konservativ, heißt es von der Schufa. 61 Prozent zahlen lieber bar als mit Karte. Nur 20 Prozent sind für die Abschaffung des Bargelds.

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